Streit über Zombie-Walk in Essen spitzt sich zu

Streit um Essener Zombiewalk spitzt sich zu

Streit über Zombie-Walk in Essen spitzt sich zu

  • Veranstalter des Zombie-Walks will vor Gericht ziehen
  • Polizei stuft Grusellauf nicht als Demonstration ein
  • Light-Festival findet zeitgleich in Essener Innenstadt statt

Mit Kunstblut verschmierte Monster, als Totenkopf geschminkte Gesichter und zahlreiche weitere Gruselgestalten sind in den vergangenen Jahren an Halloween beim sogenannten "Zombie-Walk" durch die Essener Innenstadt gezogen.

Dieses Jahr steht der Walk auf der Kippe, denn es gibt Unstimmigkeiten zwischen Veranstalter Dirk Bußler und der Polizei. Dieses Jahr wollte Bußler den Zombie-Walk als Demonstration unter dem Motto "Die Stadt gehört allen Bürgern" anmelden, um mit hunderten als Zombies verkleidete Menschen durch die Innenstadt zu ziehen.

Er hat den Lauf bewusst nicht als Veranstaltung angemeldet, weil er vermeiden wollte, dass der Zombie-Walk nicht genehmigt wird.

Veranstalter will vor Gericht gehen

Grund dafür ist ein Streit aus dem vergangenen Jahr. Denn da musste der Grusellauf wegen des zeitgleich stattfindenden Light-Festivals auf eine andere Route zurückgreifen. Laut der Essener Marketing Gesellschaft hätte der Zombie-Walk die Kunstwerke und Zuschauer des Festivals massiv gestört.

Die Polizei hat die Anmeldung des Grusellaufs abgelehnt, weil sie das Vorhaben nicht als Demo einstuft. Es handele sich vielmehr um eine Ausweichveranstaltung, so die Beamten. Das Versammlungsrecht würde zweckentfremdet, um den Zombie-Walk durchzuführen.

Zombie-Walk-Veranstalter Dirk Bußler will voraussichtlich am Freitag (25.10.2019) einen Eil-Antrag beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einreichen, um gegen den Entschluss vorzugehen.

Stand: 24.10.2019, 18:50

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