Strategische Fahndung: Dortmunder Polizei zieht positive Bilanz

Polizist auf Streife.

Strategische Fahndung: Dortmunder Polizei zieht positive Bilanz

  • 21 Festnahmen, 187 Strafanzeigen
  • Nordstadt soll sicherer werden
  • Anlass: Ausschreitungen zu Pfingsten

Am Mittwoch (17.07.2019) hat die Polizei eine positive Bilanz der strategischen Fahndung in der Dortmunder Nordstadt gezogen. Die Beamten haben seit Mitte Juni insgesamt 21 Personen festgenommen. Außerdem haben sie 187 Strafanzeigen gestellt, hauptsächlich wegen Drogendelikten. Es sei gelungen, weitere Erkenntnisse über kriminelle Strukturen gewinnen.

Mehr als 1.700 Kontrollen in vier Wochen

Vier Wochen lang hatte die Polizei an über 500 Kontrollstellen in der Nordstadt Personen überprüft. Durchschnittlich gab es pro Tag 18 Kontrollen in Bars, Autos und Menschengruppen. Die Durchsuchungen waren auch ohne konkreten Verdacht möglich.

Die "strategische Fahndung" ist seit Anfang des Jahres laut NRW-Polizeigesetz erlaubt. Sie soll dazu beitragen, schwere Straftaten möglichst zu verhindern.

Massenschlägerei war Auslöser der Aktion

Auslöser für die strategische Fahndung war eine Massenschlägerei am Pfingstmontag 2019: In der Schleswiger Straße kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit vielen Beteiligten und starker Bewaffnung. Die Polizei geht davon aus, dass ein Streit im Drogenmilieu die Ursache für die Schlägerei war.

Polizei möchte Nordstadt sicherer machen

Auch nach dem Ende der strategischen Fahndung will die Polizei den Kontrolldruck in der Nordstadt hoch halten und potentielle Täter abschrecken. Zwischen 2014 und 2018 sei die Zahl der Straftaten in der Nordstadt um rund 30 Prozent gesunken und die Aufklärungsquote von 54 auf 60 Prozent gestiegen.

Stand: 17.07.2019, 14:08