Abgesackte Straße in Dortmund: Monatelange Sperrung

Eingestürzte Straße und große Risse im Asphalt.

Abgesackte Straße in Dortmund: Monatelange Sperrung

  • Hauptverkehrsstraße monatelang gesperrt
  • Mörtelinjektionen gegen weiteres Absacken
  • Provisorische Abwasserleitung

Monatelang wird die wichtige Verbindungsstraße gesperrt bleiben. Seit Tagen wird an der provisorischen Abwasserleitung gearbeitet. Die muss auch mit dem im Herbst zu erwartenden Starkregen fertig werden. Später wird dann auf 90 Metern ein neuer Kanal in neun Metern Tiefe gebaut.

Provisorische Verfüllung

Abgesackte Stelle der Dortmunder Emscherallee gefüllt mit Wasser

Die Emscherallee sackt weiter ab

Die abgesackte Stelle der Dortmunder Emscherallee wird seit Mittwoch (10.10.2018) mit Mörtelinjektionen stabilisiert. Die Stadt will damit den Untergrund stabilisieren und ein weiteres Absacken verhindern. Ganz sei das allerdings nicht zu verhindern. Es sei auch noch mit weiteren Einbrüchen zu rechnen.

Die wichtige Nord-Süd-Verbindung In Dortmund-Huckarde war am Donnerstag (04.10.2018) bis zu drei Metern abgesackt. Der Asphalt auf der Emscherallee riss auf, auf der Straße und dem angrenzenden Bürgersteig und Radweg entstanden große Kuhlen. Am Wochenende darauf brach die Straße weiter ein. Die Emscherallee ist auf einer Länge von 150 Metern gesperrt. Eine große Umleitung ist eingerichtet. Die Kletterhalle Bergwerk ist nur noch über Umwege zu erreichen.

Wohngebiet vom Wasser bedroht

Ursache ist ein Abwasserkanal in neun Meter Tiefe, der eingebrochen ist. "Wir haben jetzt einen Versatz in den Rohren. Es wird ganz viel Erdreich eingespült, so dass Hohlräume entstanden sind", erklärt Udo Paluszak von der Dortmunder Stadtentwässerung.

Straßensperrung Emscherallee

Hier geht es monatelang nicht mehr geradeaus

Damit die Straße nicht weiter unterspült wird, wird der Kanal vor und hinter der eingesackten Stelle zugemauert und das Abwasser mit Notpumpen zunächst in die Emscher geleitet. So soll ein angrenzendes Wohngebiet vor einer Überschwemmung geschützt werden. Einen Bergbauschaden als Ursache hatte die Bezirksregierung schnell ausgeschlossen.

Stand: 15.10.2018, 08:27