Bochumer wegen Behinderung von Rettungskräften verurteilt

Rettungswagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht

Bochumer wegen Behinderung von Rettungskräften verurteilt

  • Rettungswagen parkte in Garageneinfahrt
  • Bochumer hupte und beleidigte Rettungskräfte
  • Urteil: Geldstrafe 5.400 Euro auf Bewährung

Das Bochumer Landgericht hat einen 59-jährigen Mann wegen der Behinderung von Rettungskräften verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher dem WDR am Donnerstag (09.01.2020) bestätigte, bekam er eine Geldstrafe von 5.400 Euro auf Bewährung. Das bedeutet, er muss das Geld nur zahlen, wenn er wieder straffällig wird.

Verletzte Nachbarin wurde behandelt

Vergangenen März hatte sich der Bochumer aufgeregt, weil ein Rettungswagen die Zufahrt zu seiner Garage versperrte, als er von der Arbeit nach Hause kam. In dem Wagen wurde zu dem Zeitpunkt eine Nachbarin behandelt, die in ihrer Wohnung gestürzt war.

Da der 59-Jährige nicht warten wollte, hupte er. Anschließend versuchte er in den Rettungswagen zu kommen und beschimpfte die Einsatzkräfte. Die mussten deshalb sogar mehrfach die Behandlung der Verletzten abbrechen.

Auswirkungen von Staatsanwaltschaft geprüft

Die schwerverletzte Frau verstarb einige Tage später. Die Staatsanwaltschaft hatte daher geprüft, ob die Frau ohne die Behinderung ihres Nachbarn nicht gestorben wäre. Eine Obduktion hatte aber ergeben, dass die Zwischenfälle keine Auswirkungen gehabt hätten.

Stand: 09.01.2020, 10:19