Sonderausstellung: Stonehenge kommt nach Herne

Nachgebaute Steine vom Stonehenge Denkmal stehen in einem Museumsraum in Herne

Sonderausstellung: Stonehenge kommt nach Herne

Eins der berühmtesten Denkmale der Welt kommt nach Herne - in Form von 17 Styropor-Steinen in Originalgröße. Der Nachbau von Stonehenge kann im LWL-Museum bestaunt werden.

Bis zu sieben Meter hoch sind die "Fake-Steine". Sie bestehen aus Styropor, die Oberflächen wurden allerdings den Originalen in England nachempfunden. Jede Furche und jedes Loch sitzt am gleichen Platz - dafür wurden die Steine in England mit einem Laser ausgemessen.

Stonehenge sorgt bis heute für Fragezeichen

Die echten Furchen und Löcher geben den Forscherinnen und Forschern allerdings bis heute Rätsel auf - denn nicht jeder Stein wurde "bearbeitet". Warum das so ist, weiß niemand. Auch wer den Steinkreis gebaut hat und warum, bleibt weitesgehend unklar. "Wir wissen, dass Stonehenge als Bestattungsplatz benutzt worden ist. Wir wissen aber auch, dass es ein großer Platz war zum Feiern", sagt LWL-Chefarchäologe Michael Rind.

Für ihn gibt es aber einen anderen Grund, warum ihn das Denkmal so fasziniert: "Dass der Mensch sich so klein fühlt, wenn er neben diesen riesengroßen Steinen steht und das ist das Beeindruckende, dass in diesem Museum in dieser Halle hier verwirklicht werden konnte. Wenn man sieht, dass da ein siebeneinhalb Meter hoher Gigant neben einem steht und man weiß wie groß der Aufwand gewesen sein muss, das in der Steinzeit aufzurichten, dann hat man Respekt vor der Vergangenheit."

Blick auf die monumentalen Steinquader von Stonehenge.

Stonehenge – ein Ort voller Mythen

Bei der Ausstellung in Herne kann man dem mysteriösen Steinkreis deutlich näher kommen als dem Original. Die 17 Steine des inneren Kreises von Stonehenge sind in England abgesperrt.

Lichtanlage für künstlichen Sonnenaufgang

Auch für das Drumherum ist bei der Ausstellung gesorgt: grüner Boden und blaue Wände sollen die Landschaft simulieren, eine Projektion bringt auch den Rest des Denkmals nach Herne. Mit einer Lichtanlage wird ein künstlicher Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erzeugt. Sie sollen eine wichtige Rolle gespielt haben, als Stonehenge gebaut wurde.

Rund um die Steine werden in der Ausstellung auch neue Forschungsergebnisse präsentiert - etwa zu Ausgrabungen in der Umgebung des Steinkreises. Ab Donnerstag, sind die Nachbauten von Stonehenge in Herne zu sehen.

Stand: 20.09.2021, 17:47

Weitere Themen