Stolperschwelle zum Gedenken an NS-Zwangsarbeit

Stolperschwelle in Bönen

Stolperschwelle zum Gedenken an NS-Zwangsarbeit

  • Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit auf der Zeche Bönen
  • Mahnung für die Zukunft gegen Rassismus und Willkürherrschaft
  • Opfern Menschenwürde zurückgeben

Normalerweise setzt Gunter Demnig seine Stolpersteine einzeln vor Häuser und Gebäude, in denen jüdische Opfer des rassistischen Nazi-Regimes lebten und dann deportiert wurden. Am Mittwoch (24.06.2020) verlegt er eine Stolperschwelle vor dem Förderturm der Zeche Königsborn III/IV in Bönen.

Mit ihr möchte er an über 1780 ausländische Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder erinnern. Sie mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen zwischen 1940 und 1945 Zwangsarbeit leisten. Viele überlebten die Tortur nicht.

Mahnung für die Zukunft

Die Stolperschwelle soll auch eine ständige Mahnung sein, auch in Zukunft gegen jegliche menschenfeindliche, totalitäre und rassistische Ideologien und Regime einzutreten.

Menschenmenge vor Förderturm in Bönen

Besucher müssen vor dem Eingang zum Förderturm eine Stolperschwelle überqueren.

Bereits vor zwei Jahren wurde allen über 2.600 Opfer der Zwangsarbeit in Bönen ein Denkmal gesetzt in der Form, dass seitdem alle Opfernamen in einem ständig durchlaufenden Videoloop an eine Wand in der Schachthalle des Förderturms projiziert werden. So wollen die Initiatoren das Leid unvergessen machen und den Opfern die Menschenwürde zurückgeben.

Stand: 24.06.2020, 12:36