Stellenabbau bei Kaufhof wird konkret

Emblem des Warenhauses Kaufhof

Stellenabbau bei Kaufhof wird konkret

Von Denise Friese

  • Jede Filiale prüft, wer gehen muss
  • 1.000 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden
  • Ab Juli sind Kündigungen möglich

Für die Mitarbeiter bei Kaufhof wird der Stellenabbau jetzt konkret. In den Filialen wird seit Dienstag (21.05.2019) geprüft, wer wann gehen muss. 1.000 Vollzeitstellen sollen gestrichen werden - das hat der Gesamtbetriebsrat mit der Geschäftsführung ausgehandelt. Es könnte bis zu 1.300 Mitarbeiter treffen, weil viele Beschäftigte nur in Teilzeit arbeiten.

Miese Stimmung

Die Stimmung in den Filialen, zum Beispiel in Düsseldorf oder Gelsenkirchen, ist mies, sagen die Betriebsräte. Die Mitarbeiter werden noch in dieser Woche auf Betriebsversammlungen über den ausgehandelten Sozialplan informiert. Demnach richten sich die Abfindungen danach, wie lange die Verkäufer oder Führungskräfte schon bei Kaufhof arbeiten. Maximal gibt es aber 18 Monatsgehälter. Wer freiwillig geht, soll eine höhere Abfindung bekommen.

Kündigungen ab Juli

Viel Zeit für die Entscheidung, freiwillig bei Kaufhof den Job zu beenden, bleibt den Beschäftigten nicht. Schon im Juli könnten Kündigungen ausgesprochen werden, sagte Gesamtbetriebsrat Peter Zysik dem WDR. Ursprünglich hatte die Geschäftsleitung von Galeria Karstadt Kaufhof angekündigt, in den Filialen 1.600 Arbeitsplätze zu streichen. Aber wer in diesem Jahr in den Ruhestand geht oder ohnehin nur einen befristeten Arbeitsvertrag hat, wird beim Stellenabbau mit eingerechnet.

Stellenabbau bei Kaufhof

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 26.01.2019 02:55 Min. Verfügbar bis 26.01.2020 WDR 5 Von Denise Friese

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Die Geschäftsleitung hatte im Januar bereits angekündigt, dass zahlreiche Mitarbeiter gehen müssen, weil Kaufhof derzeit "nicht überlebensfähig" sei.

Stand: 21.05.2019, 05:00