Renaturierung der Lenne in Hagen beginnt

Ein Bagger

Renaturierung der Lenne in Hagen beginnt

Von Peter Fischer

  • Lenne soll auf zweieinhalb Kilometern renaturiert werden
  • Zwischen Hohenlimburg und Garenfeld
  • Größtes Ökoprojekt der Hagener Stadtgeschichte

In Hagen wurde am Mittwoch (29.07.2020) das größte Öko-Projekt in der Stadtgeschichte offiziell begonnen. Die Lenne zwischen Hagen-Hohenlimburg und Garenfeld soll entfesselt werden.

Auenlandschaft soll entstehen

Im Moment ist sie eingepfercht in ein 25 Meter breites Flußbett - künstlich angelegt in den siebziger Jahren. Heute gilt das als Bausünde. Deshalb soll sie bald buchstäblich ausufern und sich auf einer Breite von fast 90 Metern in einer neuen Auenlandschaft ausdehnen. Hunderte Lkw werden in den nächsten zwei Jahren den Boden rechts und links der Lenne ausheben und entsorgen. Zwei Meter tief wird gebuddelt, damit der Fluß genug Platz hat.

Naherholungsgebiet mit Rad- und Wanderwegen

Die Lenne

Die Lenne heute

Entlang des späteren Flusslaufes wird ein Rad- und Wanderweg neu angelegt. Die Stadt Hagen verspricht sich davon ein attraktives Naherholungsgebiet auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern im Lennetal. Die Baukosten liegen bei 6,5 Millionen Euro.

Angler wollen Fische umsiedeln

Bevor die Bagger die jetzigen Uferbefestigungen wegreißen, wollen die Angelfreunde Hohenlimburg noch so viele Fische wie möglich retten. Die halten sich nämlich zwischen den Steinen auf. Die Tiere sollen zunächst im Oberlauf der Lenne wieder ausgesetzt werden, bevor sie im renaturierten Fluss einen neuen Lebensraum finden.

Stand: 29.07.2020, 16:20