Neue Starkregen-Prüfanlage in Gelsenkirchen

Das Bild zeigt eine überflutete Straße.

Neue Starkregen-Prüfanlage in Gelsenkirchen

  • Weltweit einzigartige Test-Anlage in Gelsenkirchen
  • Ziel: Überflutungen durch Starkregen verhindern
  • Inbetriebnahme in zwei Jahren

Das Gelsenkirchener Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) will eine weltweit einzigartige Test-Anlage bauen, um Starkregen und urbane Überflutung zu erforschen. Am Dienstag (27.11.2018) wurde der millionenschwere Förderbescheid offiziell durch NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben.

Ziel des Projektes ist es, in Zukunft Überflutungen durch lokale Starkregen zu verhindern und so Menschen und Gebäude zu schützen. Heftige Starkregen sind in den letzten Jahren immer häufiger aufgetreten und haben oft hohe Schäden verursacht. Auch Menschen kamen zu Schaden.

Computersimulation reicht nicht

Wegen der komplexen urbanen Verhältnisse, vor allem in Innenstädten, lassen sich Lösungen nur schwer allein am Computer erarbeiten. Die Dynamik des Regenwassers und dessen Fließverhalten im städtischen Raum bringen die Simulationsmodelle laut IKT schnell an ihre Grenzen.

Daher hat das Institut einen eine neue Anlage konzipiert, die im Maßstab 1:1 gebaut werden soll. So soll möglichst realitätsnah simuliert werden, wie Regenwasser auf Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten abfließt.

In der Anlage entsteht ein Stück Straße mit Bordsteinen, Rinnen und Gullys. Die Aufbauten werden dann einer Starkregenmasse von 1.000 Litern pro Sekunde und Hektar ausgesetzt. So wird geprüft, wie gut das Wasser abfließt und wie man Straßen und Wohngebiete starkregen-tauglicher machen kann.

Inbetriebnahme in zwei Jahren

Das Institut forscht schon seit Jahren intensiv in dem Bereich. Die Testanlage soll in zwei Jahren in Betrieb gehen.

Stand: 27.11.2018, 12:12

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