Messerattacke in Gelsenkirchen: Täter war Stalker

Die Silhouetten zweier Menschen. Ein Mann beobachtet eine Frau, während sie telefoniert.

Messerattacke in Gelsenkirchen: Täter war Stalker

  • Täter soll Frau gestalkt haben
  • Polizei zuletzt am Tattag verständigt
  • 32-Jährige am Samstag mit Messer angegriffen
  • Kritik an Behörden und Polizei

Nach einem Messerangriff auf eine 32-Jährige in Gelsenkirchen hat die Staatsanwaltschaft Essen am Dienstag (25.06.2019) bestätigt, dass die Frau von einem Mann angegriffen wurde, der sich ihr eigentlich nicht hätte nähern dürfen.

Strafanzeigen wurden bereits gestellt

Die Staatsanwaltschaft berichtet, dass die Frau bereits mehrere Strafanzeigen und gerichtliche Schritte gegen den Mann eingeleitet hatte. Zuletzt hatte sie am Samstag (22.06.2019), dem Tag der Messerattacke, die Polizei gerufen.

An diesem Tag tauchte der 43-Jährige vor dem Wohnhaus der Frau auf. Daraufhin gab die Polizei dem Mann eine Rechtsbelehrung und einen Platzverweis. Nachdem die Polizei nicht mehr vor Ort war, kam der Mann zurück und stach auf die Frau ein.

Behörden werden Versäumnisse vorgeworfen

Nach dem Vorfall kritisiert die Ratsfraktion "AUF Gelsenkirchen" Behörden und Polizei. Wie die Stadtverordnete des Kommunalbündnisses am Dienstagnachmittag mitteilt, habe es aus ihrer Sicht und nach Ansicht der Rechtsanwälte des Opfers schwerwiegende Versäumnisse von behördlicher Seite gegeben.

Zeugen hätten beobachtet, wie der Stalker eine eindeutige Geste des Kehle-Durchschneidens gemacht habe, sagten die Anwälte am Mittwoch (26.06.2019). Trotzdem habe die Polizei den Mann nicht auf Waffen durchsucht. Die Polizei sagt, dass es keine Hinweise auf eine Waffe gegeben habe.

Stand: 26.06.2019, 13:26