Über 4.000 Stahlkocher in NRW legten die Arbeit nieder

Ein Gewerkschaftsmitglied der IG Metall demonstriert

Über 4.000 Stahlkocher in NRW legten die Arbeit nieder

  • Mehr als 4.000 Stahlkocher streiken
  • Aktionen in Duisburg, Hagen und Witten
  • Weitere Warnstreiks angekündigt
  • Streitpunkt Urlaubsgeld

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben am Mittwoch (13.02.2019) mehr als 4.000 Stahlkocher die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren nach Angaben der IG Metall unter anderem das Stahlwerk und die Kokerei von Thyssenkrupp in Duisburg. Weitere Aktionen fanden in Hagen und Witten statt. IG Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler stellte weitere Warnstreiks in Aussicht, sollten die Arbeitgeber kein entsprechendes Angebot vorlegen.

Weitere Streiks am Donnerstag

Am Donnerstag (14.02.2019) sind weitere Warnstreiks in Duisburg und Finnentrop angekündigt. Die Gespräche für die rund 72.000 Beschäftigten werden am Montag (18.02.2019) in der vierten Runde fortgesetzt.

Urlaubsgeld und Gehaltserhöhung gefordert

Hauptstreitpunkt in den Tarifverhandlungen der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen ist die Forderung nach der Einführung eines Urlaubsgelds von 1.800 Euro, das in freie Tage umgewandelt werden kann. Außerdem fordert die IG Metall sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.

3. Verhandlungsrunde für die nord-westdeutsche Stahlindustrie ohne Ergebnis

WDR 2 02.02.2019 00:51 Min. Verfügbar bis 02.02.2020 WDR 2

Stand: 13.02.2019, 17:37