Garantie für Sozialticket in Hamm

Das Sozialticket

Garantie für Sozialticket in Hamm

  • Hunsteger-Petermann: "Nicht bei den Ärmsten sparen"
  • Zuschuss kostet Stadt eine halbe Million jährlich
  • Ministerpräsident will Lösung finden

Der Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) hat am Donnerstag (23.11.2017) angekündigt, das Sozialticket in Hamm weiterhin anzubieten und das, obwohl NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) die Zuschüsse für die vergünstigte Monatskarte ab 2020 streichen möchte.

Hunsteger-Petermann kritisiert den Plan von Wüst: "In meinen Augen ist das kontraproduktiv und genau der falsche Ansatz. Wir wollen doch, dass alle Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, und da leisten die vergünstigten Tarife im öffentlichen Nahverkehr ihren Teil".

Hamm braucht eine halbe Million jährlich

In Hamm nutzen rund 3.300 Menschen das Sozialticket. Bisher bekam Hamm rund eine halbe Million Euro vom Land - als Zuschuss für das Sozialticket. Um das Sozialticket weiterhin zu finanzieren, sucht Hunsteger-Petermann jetzt nach Alternativen. Dazu will er sich auch mit den Stadtwerken abstimmen.

Laschet sucht Einigung

Bei einem Besuch in Düsseldorf in der kommenden Woche möchte Hunsteger-Petermann das Sozialticket zum Thema machen. Schon am vergangenen Wochenende hat Armin Laschet (CDU) Verständnis für Sorgen um das Sozialticket verkündet: Er nehme die Kritik an der geplanten Streichung der Landesmittel ernst, sagte der NRW-Ministerpräsident der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Er wolle eine sozialverträgliche Lösung mit den Verkehrsverbünden finden.

Sozialticket nur für Bedürftige

Das Sozialticket ist eine normale Monatskarte, kostet aber weniger. Einen Anspruch haben nur Bedürftige, wie Hartz-IV-Empfänger und Asylbewerber. Mit einem Berechtigungsausweis können sie das Ticket an Automaten oder in Kundencentern und Vertriebsstellen erhalten.

Stand: 24.11.2017, 06:36