Essen will mehr Schrottimmobilien aufkaufen

Heruntergekommener Wohnraum, in dem man lieber nicht leben möchte. Alte Tapetenreste an der Wand, schäbige Bodenbeläge, düstere Stimmung.

Essen will mehr Schrottimmobilien aufkaufen

Die Stadt Essen will künftig mehr Schrottimmobilien, also verwahrloste Häuser, aufkaufen und sanieren. Dazu soll eine eigene Immobiliengesellschaft gegründet werden.

In zahlreichen Problem-Immobilien befinden sich Ratten, Müll und offen liegende Stromleitungen. Diese sollen saniert und reaktiviert werden mit dem Ziel, die Wohnqualität zu verbessern.

Fünfzig Schrottimmobilien

Etwa fünfzig solcher Schrottimmobilien stehen auf einer Liste der Stadt. Problematisch ist, dass die Vermieter entweder nicht ausfindig zu machen sind oder nicht in die Häuser investieren. Zwanzig Objekte hat die Stadt Essen bereits aufgekauft.

Gründung einer Immobiliengesellschaft

Damit das künftig noch zügiger geht, soll eine Immobiliengesellschaft zwischengeschaltet und mit rund neun Millionen Euro ausgestattet werden. Die Stadt Essen hofft, die Problem-Immobilien günstig kaufen zu können.

Städtebaulich interessante und sanierungsbedürftige Gebäude sollen gekauft, saniert - im Einzelfall abgerissen werden. Nach der Sanierung und Modernisierung ist dann ein Verkauf vorgesehen. Der Erlös sowie die Mieteinnahmen in der Gesellschaft sollen in weitere Projekte einfließen.

Durch die Verwertung von Bestandsgebäuden soll auch dem Sanierungsstau in Immobilien entgegengewirkt werden. Auch andere Städte wie Gelsenkirchen gehen bereits gegen die sogenannten Schrottimmobilien vor.

Stand: 30.09.2020, 20:33

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