Bekennerschreiben zu gefälschten SPD-Plakaten

Plakat mit Flüchtlingsschiff und SPD-Logo

Bekennerschreiben zu gefälschten SPD-Plakaten

  • Linke Gruppierung soll SPD-Plakate gefälscht haben
  • Internetportal liegt anonymes Bekennerschreiben vor
  • SPD spricht von "abstruser Fake-Kampagne"
  • Gefälschte Plakate in mehreren Städten aufgetaucht

Eine linke Gruppierung soll für gefälschte SPD-Plakate verantwortlich sein. Das berichtet das Berliner Internetportal "Die Volksverpetzer"- dem angeblich seit Samstag (25.04.2020) ein anonymes Bekennerschreiben vorliegt.

Bundesweit waren in der vergangenen Woche Plakate mit satirischer Kritik an der Flüchtlingspolitik der SPD aufgetaucht - unter anderem in Essen, Dortmund und in Bochum. Darauf standen Parolen wie "Spargel vor Menschenleben" oder "Geflüchtete in Massenlagern sich selbst überlassen!". Die Plakate sind weitgehend von der Polizei wieder abgehängt worden.

Anonymes Bekennerschreiben

In dem anonymen Bekennerschreiben fordern die angeblichen Urheber der Aktion, sofort Flüchtlinge aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria nach Deutschland zu holen. Der Dortmunder Staatsschutz ermittelt jetzt, weil das Montieren der Plakate illegal geschehen und politisch motiviert sei, so eine Sprecherin.

In mehreren Städten gefälschte SPD-Plakate entdeckt

In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens waren am Donnerstag (23.04.2020) gefälschte SPD-Plakate entdeckt worden. Eines der Fotos auf einem Plakat in Essen zeigte ein volles Flüchtlingsboot. Dazu stand geschrieben "Bleib' zuhause!", "Meide soziale Kontakte!", "Halte Abstand!" und außerdem das Logo der SPD.

"Abstruse Fake-Kampagne"

Es gab aber auch andere Motive. Die Plakate waren nach Angaben der SPD bislang in Dortmund, Bochum, Essen, Düsseldorf, aber auch in Frankfurt am Main aufgetaucht. Sie wurden in Kästen unterschiedlicher Anbieter von Außenwerbung entdeckt.

Die Generalsekretärin der nordrhein-westfälischen SPD, Nadja Lüders, sprach von einer "abstrusen Fake-Kampagne". Sie habe keine Ahnung, wer dahinter stecken könnte.

Stand: 28.04.2020, 16:25