So lief die Sprengung des zweiten "Weißen Riesen" in Duisburg

Die Sprengung des zweiten "weißen Riesen" in Duisburg

So lief die Sprengung des zweiten "Weißen Riesen" in Duisburg

Der zweite "Weiße Riese" in Duisburg-Hochheide wurde mit etwa zehn Minuten Verzögerung erfolgreich gesprengt. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten.

Eine halbe Tonne Sprengstoff, ein großer Knall – und der zweite "Weiße Riese" im Duisburger Stadtteil Hochheide ist Geschichte. Der 63 Meter hohe Wohnblock fiel am Sonntagmittag unter einer riesigen Staubwolke zusammen, zurück bleiben 50.000 Tonnen Schutt. Laut Bernd Zaum, dem Geschäftsführer der Firma P&Z, die für die Sprengung verantwortlich ist, lief alles nach Plan.

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Sprengung wegen Personen auf Nachbargebäude verzögert

Diese Anwohner hatten die Evakuierung ignoriert - kurz vor der Sprengung wurden sie entdeckt.

Diese Anwohner hatten die Evakuierung ignoriert - kurz vor der Sprengung wurden sie entdeckt.

Mehr als 1.700 Anwohner mussten vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Dennoch wurden kurz vor der Sprengung auf dem Dach eines Nachbargebäudes Personen entdeckt. Die Sprengung, die ursprünglich für 12 Uhr geplant war, musste deshalb um zehn Minuten verschoben werden.

Das Gebiet rund um den "Weißen Riesen" wurde weiträumig abgesperrt – auch deshalb hatte die Stadt Duisburg bereits im Vorfeld davon abgeraten, zum Sprengort anzureisen. Denn Sicht auf das fallende Hochhaus gab es so nicht.

Je rund 200 Mitarbeiter von städtischen Ämtern sowie von Feuerwehr und Hilfsdiensten waren im Einsatz. Dazu kamen etwa 40 Polizisten.

Montag: Staub auf Bäumen und in Straßen

Weißer Riese: Luftaufnahme der Trümmer am Tag nach der Sprengung

Auch wenn die Reinigungarbeiten bereits am Sonntag begonnen haben: Am Tag nach der Sprengung liegt vielerorts noch Staub, der sich nach der Sprengung im Stadtteil verteilt hat. Die Bäume in der Nähe des Trümmerfeldes sind weiß eingepudert und auch auf den Straßen sind die Spuren vom Vortag noch zu sehen. Viele Menschen aus der Nachbarschaft versuchen, dem Dreck mit Besen und Gartenschlauch Herr zu werden. Auch die Stadt Duisburg ist mit Kehrmaschinen unterwegs.

Sprengung "Weißer Riese": Staub auf den Blättern

Eine Anwohnerin schaut aus dem verstaubten Fenster ihrer Wohnung. Sie ärgert sich: "Das ist eine Zumutung. Die hätten abwarten sollen, bis es regnet". Eine andere Frau auf der Straße kann der Sprengung trotz des Drecks viel Positives abgewinnen: "Es ist eine andere Aussicht jetzt. Wir sehen den Sonnenaufgang".

Hochhäuser weichen Stadtpark

Das 23-geschossige Hochhaus aus dem Jahr 1972 hatte einst 320 Wohnungen beherbergt, von denen aber viele schon lange leer standen. Die Stadt will mit der Sprengung von insgesamt drei Hochhäusern den als problematisch geltenden Stadtteil Hochheide aufwerten. An der Stelle soll ein Stadtpark entstehen.

Sprengung des ersten Weißen Riesen in Duisburg.

Der erste "Weiße Riese" wurde vor zwei Jahren gesprengt.

Im März 2019 war der erste "Weiße Riese" des Wohnparks Hochheide gesprengt worden. Auch dieser musste zuvor wegen Sicherheitsmängeln geräumt werden. In zwei Jahren soll der nächste "Weiße Riese" gesprengt werden. Die Vorbereitungen sollen schon bald beginnen.

Stand: 05.09.2021, 20:11

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