Grüße deutschlandweit: Essener Nikolaus ausgebucht

Von Maren Bednarczyk

Vor Anfragen kann man sich im Bistum Essen kaum retten - sie kommen aus ganz Deutschland. Damit hatte man beim Start der Aktion mit den Grußbotschaften nicht gerechnet.

Eine kurze Nachricht mit dem Vornamen des Menschen, den man grüßen will, sowie ein Stichwort "Kind", "Erwachsener", "Freundeskreis" oder "Arbeitskollege" reicht aus - dann schickt der Nikolaus seine Sprachnachricht. Das funktioniert über die Messenger-Dienste WhatsApp, Signal, Telegram oder Threema.

Nikolaus: "Mein Handy glüht schon"

Sprachnachrichten deutschlandweit: Essener Nikolaus ausgebucht | Bildquelle: Bistum Essen / Facebook

Wer die Nummer des "Nikolauses" im Handy abspeichert, bekommt auf dem Anzeigebild nun auch die Info: "[...] Bitte meldet euch nicht mehr an. Ich habe noch so viele Nachrichten zu beantworten. Sorry!" Das bestätigt auch Thomas Rünker aus der Pressestelle des Bistums: "Der Nikolaus ist mit so vielen persönlichen Sprachnachrichten beschäftigt." Wobei hier mehrere Nikoläuse im Home Office am Werk seien, erklärt er.

Alternative zu Nikolaus-Besuchen

Die Idee kam dem Bistum Essen aufgrund der aktuellen Corona-Lage: "Denn auch in diesem Jahr macht die Pandemie vielen Nikolaus-Besuchen einen Strich durch die Rechnung", sagt Pressesprecher Ulrich Lota. "Aber zum Glück ist der Nikolaus ja flexibel und auch digital unterwegs."

Doch da hat er jetzt offenbar fast schon zu viel zu tun. Das Versprechen lautet dennoch: Der Nikolaus antworte bis Sonntagmittag allen, die bis Freitag um 24 Uhr ihre Anfrage absenden.