Sprachförderung in Kitas dringend nötig

Test-Begleiterin Eva Briedigkeit spielt mit vierjährigen Kindergartenkindern in Düsseldorf den Sprachtest Delfin

Sprachförderung in Kitas dringend nötig

  • Oft Sprachförderung in Kitas nötig
  • Viele Kinder sprechen andere Muttersprache
  • Spitzenreiter Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen gibt es so viele Kinder wie nirgends sonst in NRW, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, das geht aus einer Studie des Landes-Statistik-Amts hervor. In Gelsenkirchen wird in mehr als 40 Prozent der Familien hauptsächlich eine andere Sprache als Deutsch gesprochen.

Jedes dritte Kind hat ausländische Wurzeln

Wie in der Studie weiter steht, hat in ganz NRW jedes dritte Kind ausländische Wurzeln. Auch hier sind die Gelsenkirchener Kinder Spitzenreiter - Migrationshintergrund haben dort knapp mehr als die Hälfte aller Kinder. Dahinter folgen erneut Duisburg (47,7 Prozent) sowie Bielefeld und Remscheid.

Die wenigsten Kinder mit ausländischen Wurzeln gibt es im Kreis Coesfeld (7,4 Prozent) und dem Hochsauerlandkreis (16,6 Prozent).

Förderung in den Alltag einbauen

Schule, Integration

Lesen im Lehrbuch zur Sprachförderung

In Gelsenkirchen haben viele Erzieher inzwischen eine spezielle Fortbildung gemacht, um den Kindern besser Deutsch beizubringen. Die Sprachförderung ist in den normalen Kita-Alltag integriert. In den städtischen Kitas gibt es dafür unterschiedliche Programme - für Kinder unter drei Jahren, für das Alter drei bis sechs sowie speziell für Vorschulkinder. Fast 80 Prozent der Einrichtungen in der Stadt werden mit Fördergeldern unterstützt. Verglichen mit den Nachbarstädten ist das sehr viel: In Gladbeck bekommt etwa die Hälfte der Kitas Fördermittel.

In Bochum sind es nur ein Drittel. Dagegen berichtet das Bistum Essen, zu dem unter anderem auch Bottrop, Hattingen und Oberhausen gehören, dass in knapp der Hälfte ihrer 267 Kitas Sprachförderprogramme laufen.

Stand: 31.01.2018, 14:00