Ein Münster-Spieler hält sich in Essen nach einem Böllerwurf die Ohren

Nach Böllerwurf: Rot-Weiss Essen muss Strafe zahlen

Stand: 04.03.2022, 17:39 Uhr

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen muss wegen des Böllerwurfs beim Heimspiel gegen Preußen Münster 12.000 Euro Strafe zahlen. Das abgebrochene Spiel wird für Münster gewertet.

Das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes in Duisburg hat entschieden: Rot-Weiss Essen muss zahlen. Für den Böllerwurf sind 12.000 Euro fällig, für Vorkomnisse bei anderen Spielen noch mal weitere 3.000 Euro.

Ein Teil der Strafe, 7.500 Euro, soll für Gewaltprävention genutzt werden. Außerdem muss ein künftiges Heimspiel ohne Fans in den Stehplatzbereichen stattfinden.

RWE will das Urteil nicht akzeptieren

Für Preußen Münster ist das Urteil das, was sich der Verein erhofft hatte. Das Spiel wird mit einem 2:0 gewertet. Damit könnte Münster im Aufstiegskampf an Essen vorbeiziehen.

Rot-Weiss Essen will gegen das Urteil in Berufung gehen. Das Ziel: Die abgebrochene Partie soll wiederholt werden. Der Verein hat jetzt zehn Tage Zeit, zu widersprechen.

Böller verletzte zwei gegnerische Spieler

Der Böller war in der 72. Minute, kurz nach dem Ausgleich der Gäste, aus dem Essener Block geworfen worden und unmittelbar hinter den Auswechselspielern von der Gästemannschaft gelandet. Zwei Spieler von Preußen Münster wurden verletzt. Einer der beiden ist bis heute krankgeschrieben. Das Spiel wurde nicht mehr angepfiffen.

Tatverdächtiger festgenommen

Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein 29-jähriger Familienvater aus Marl soll den Böller geworfen haben. Er wird sich vor Gericht verantworten müssen und hat zudem deutschlandweites Stadionverbot.

Über dieses Thema berichten wir am 04.03.2022 im WDR Fernsehen: Lokalzeit Ruhr, 19.30 Uhr.