Ermittlungen wegen NRW-Soforthilfe-Betrugs

Staatsanwaltschaft Essen

Ermittlungen wegen NRW-Soforthilfe-Betrugs

  • Vorwurf: Unrechtmäßig 9.000 Euro kassiert
  • Ein Dutzend mögliche Betrugsfälle
  • Banken prüfen automatisch

Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt gegen Bezieher der NRW-Soforthilfe für Selbständige wegen Betrugsverdachts. Das haben WDR-Recherchen ergeben. Demnach sollen Personen, die gar nicht selbständig arbeiten, 9.000 Euro Förderung vom Land kassiert haben.

Aufgefallen sind die Fälle, weil Kreditinstitute ungewöhnliche Kontenbewegungen gemeldet hatten. Denn dort werden Auffälligkeiten automatisch überprüft. Beispielsweise, wenn jemand kaum Einkommen hat oder nur Hartz IV bezieht und plötzlich 9.000 Euro auf dessen Konto sind.

Ein Dutzend möglicher Betrugsfälle

Derzeit werde wegen eines guten Dutzend solcher möglichen Betrugsfälle ermittelt, sagt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen.

Das Landeskriminalamt hat die Banken darum gebeten aufmerksam zu sein, wenn die Soforthilfe nicht auf ein Geschäfts- sondern ein Privatkonto überwiesen wird. Auch das könne ein Hinweis auf Betrug sein.

Pinkwart: Soforthilfe für Selbstständige wieder online 33:34 Min. Verfügbar bis 17.04.2021

Stand: 22.04.2020, 11:33