Sieraus Gründe für Verzicht auf weitere Amtszeit

Dortmunds OB Sierau kündigt Rücktritt an

Sieraus Gründe für Verzicht auf weitere Amtszeit

  • Niemand sei unersetzlich
  • Rund 10 Jahre im Amt
  • Thomas Westphal als Nachfolger vorgeschlagen

Bei einer Pressekonferenz am Montag (09.09.2019) im Dortmunder Rathaus legte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) die Gründe für seinen Verzicht für eine weitere Kandidatur dar. Er sei weder unersetzbar noch amtsmüde.

10 Jahre im Amt

Außerdem blickte er auf eine fast zehnjährige Amtszeit zurück und erklärte, im Unterschied zur Bundes-SPD würde die Dortmunder SPD "machen, was wir ankündigen".

Zwei Amtszeiten genügen

Bereits am Sonntag (08.09.2019) hatte er bei einer SPD-Veranstaltung offiziell bekannt gegeben, er werde im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt des Dortmunder Oberbürgermeisters kandidieren. Kein Politiker solle an seinem Sessel kleben, sagte Sierau. Zwei Amtszeiten seien genug.

Erfahrener Verwaltungsmann

Der 63-Jährige war 2009 zum Dortmunder Oberbürgermeister gewählt worden. Zuvor war er unter anderem im NRW-Verkehrsministerium und als Planungsdezernent in der Dortmunder Stadtverwaltung tätig.

Sierau schlägt SPD-Kandidaten vor

Als seinen Nachfolger hatte Sierau den jetzigen Wirtschaftsförderer der Stadt, Thomas Westphal, vorgeschlagen. Westphal war in den 90er Jahren Bundesvorsitzender der Jusos und in diesem Amt Vorgänger der früheren SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles.

Kein Gegenkandidat

Damals galt Westphal als Vertreter des ganz linken Flügels in der SPD. Mittlerweile ist der 52-Jährige aber Real-Politiker. Westphal ist der Wunschkandidat des SPD-Parteivorstands. Gegenkandidaten sind bisher nicht bekannt. Er soll am Freitag (13.09.2019) offiziell nominiert werden.

Im kommenden Jahr werden in Nordrhein-Westfalen neue Oberbürgermeister und Kommunalparlamente gewählt.

Stand: 09.09.2019, 13:45

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