Razzien in Shisha-Bars zwischen Hagen und Siegen

Eine junge Frau raucht in einer Shisha-Bar in Berlin Tabak der Sorte "Traube-Minze".

Razzien in Shisha-Bars zwischen Hagen und Siegen

  • Beamte durchsuchen 14 Shisha-Bars
  • Laut Hauptzollamt Dortmund 16 Verfahren eingeleitet
  • Schmuggelware oft äußerst gesundheitsschädlich

Zoll und Ordnungsämter haben im Kampf gegen illegal importierten und gesundheitsgefährdenden Wasserpfeifentabak erneut schwarze Schafe erwischt.

Bei Razzien in 14 Shisha-Bars zwischen Hagen und Siegen stellten die Beamten 60 Kilo Shisha-Tabak sicher und leiteten 16 Verfahren ein, wie das Hauptzollamt Dortmund am Dienstag (20.02.2018) mitteilte.

2016 sieben Tonnen Tabak sichergestellt

"Sicherstellungen und Fallzahlen steigen in Nordrhein-Westfalen", sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes Essen. 2016 wurden sieben Tonnen Wasserpfeifentabak sichergestellt.

Der Zoll warnt vor dem Genuss von Schmuggelware. Der hohe Glyzeringehalt berge gesundheitliche Risiken. In Deutschland ist ein Anteil von fünf Prozent erlaubt. In illegaler Ware liege er meist bei 20 bis 40 Prozent.

Mit Nagellackentferner gestreckt

Es sei sogar schon Nagellackentferner als Streckmittel gefunden worden. Auch legaler Tabak ist schädlich. Laut Weltgesundheitsorganisation inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 100 Zigaretten.

Erhebliche Gefahren gehen auch vom Abbrennen der Kohle bei mangelnder Durchlüftung aus. Im vergangenen Jahr wurden allein in der Druckkammer der Düsseldorfer Uniklinik Dutzende Shisha-Raucher mit schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen behandelt.

Stand: 20.02.2018, 16:35