SEK stürmt falsche Wohnung in Duisburg

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei bei einem Einsatz (Archivbild).

SEK stürmt falsche Wohnung in Duisburg

  • Pläne der Polizei nicht mehr aktuell
  • Wohnung war inzwischen umgebaut worden
  • Türschild sorgt für zusätzliche Verwirrung

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) ist wegen veralteter Gebäudepläne in Duisburg in eine falsche Wohnung gestürmt. Eigentlich wollten die Beamten am Montag kurz nach 5.00 Uhr einen Mann festnehmen, der wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gesucht wurde, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag (21.03.2019).

Offenbar sei das Haus umgebaut worden und der Plan deshalb nicht mehr aktuell gewesen. Deshalb seien die Beamten in eine Wohnung eingedrungen, in der aber ein Paar wohnt.

Gesuchter wohnte eine Etage tiefer

Der gesuchte Mann lebte nicht wie vermutet in der Wohnung im ersten Stock, sondern im Erdgeschoss. Auf den Plänen sei an der Stelle eine Gewerbefläche eingezeichnet gewesen. Verwirrend sei zudem gewesen, dass an der Klingel nur der Name des Gesuchten und nicht des Paares gestanden habe, erklärte die Polizei.

Gegenüber "RP Online" sagte die Frau, ihr Mann sei verletzt worden. Die Polizei bestätigte das nicht. Der Gesuchte war zur Einsatzzeit nicht anwesend. Er kam später zu einer Polizeiwache.

Jo Hiller beim SEK-Einsatz 03:56 Min. Verfügbar bis 29.09.2020

Stand: 21.03.2019, 19:04

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