Stadt Schwerte lässt Städtepartnerschaft mit Polen ruhen

Schwertes Bürgermeister Axourgos und seine persönliche Referentin mit Regenbogenfahne

Stadt Schwerte lässt Städtepartnerschaft mit Polen ruhen

  • Stadt Schwerte lässt Städtepartnerschaft mit Polen ruhen
  • Partnerstadt Nowy Sacz erklärt sich zu LGBT-freier Zone
  • Schwertes Bürgermeister verurteilt Diskriminierung
  • Polnische Bürger bitten um klare Positionierung

„Die Entscheidung Ihres Rates widerspricht unserem europäischen Gedanken der Vielfalt und damit auch dem Gebot der Völkerverständigung“, schreibt Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos (SPD) am Sonntag (17.05.20) in einem Brief an seinen polnischen Amtskollegen Ludomir Handze.

Seine Stadt Nowy Sacz im Südosten Polens hatte sich, so wie viele Kommunen in der Region, zur LGBT-freien Zone erklärt. Die Bewegung bedrohe christliche Werte und die Integrität der polnischen Familie, finden die polnischen Kommunalpolitiker.

"Für mich inakzeptabel"

Bürgermeister Axourgos bezieht klar Stellung gegen die Sichtweise seines polnischen Amtskollegen. Die Entscheidung des Rates der Partnerstadt "widerspricht unserem europäischen Gedanken der Vielfalt und damit auch dem Gebot der Völkerverständigung“, findet Axourgos. "Das ist für mich und die Stadt Schwerte nicht akzeptabel."

Polnische Bürger haben sich in Schwerte gemeldet

Auf die Entwicklung aufmerksam gemacht wurde die Stadt unter anderem von Bürgern der Stadt Nowy Sacz. Sie hatten sich an Bürgermeister Axourgos gewandt und ihn um eine klare Positionierung gebeten. Der Bitte ist Axourgos nachgekommen.

Zum Schluss schreibt er in seinem Brief, dass er "derzeit keine Basis für die Aufrechterhaltung unserer partnerschaftlichen Beziehungen" sehe. Die Partnerschaft wird bis auf Weiteres ausgesetzt.

Stand: 19.05.2020, 16:15

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