Krebserregende PAK-Flecken in Bochum beschäftigen Behörden

Krebserregende PAK-Flecken in Bochum beschäftigen Behörden

  • Weiter Gefahr auf ehemaligem Zechengelände
  • PAK in Teeraustritten ist krebserregend
  • Stadt Bochum fordert von Besitzern schnelle Maßnahmen

Die krebserregende Substanz auf dem Gelände der ehemaligen Bochumer Zeche Constantin beschäftigt weiterhin die Stadt. Sie fordert jetzt von den Grundstücksbesitzern Maßnahmen, die verhindern sollen, dass weiterhin sogenannte PAK aus dem Boden sickern.

Wie gefährlich sind PAK?

PAK sind Giftstoffe, die in Teerölen vorkommen und als Altlast des früheren Bergbaus aus dem Boden treten können - so wie im aktuellen Bochumer Fall. PAK gelten als krebserregend, aber nur, wenn man die Substanz anfasst oder isst. Das Einatmen in der Nähe diese Teeröle ist ungefährlich.

Was bedeutet das für die Anwohner?

Natürlich müssen die sich von den PAK-Austritten fernhalten. Die Stadt kontrolliert täglich den Bereich und sperrt Gefahrenstellen ab. In der Verantwortung stehen nun aber weder die RAG noch die Stadt Bochum - sondern die jetzigen Besitzer des Geländes: Privatleute.

Sie hatten das Gelände vor einiger Zeit von der Stadt Bochum gekauft, dabei nach eigener Aussage aber nie von den Schadstoffen im Boden erfahren. Dass sie für nun möglicherweise anstehende Maßnahmen aufkommen sollen, schockiert sie, wie sie dem WDR am Dienstag (27.08.2019) mitteilten.

Wie geht es nun in Bochum weiter?

Wahrscheinlich gibt es zunächst ein Gutachten. Je nach Schwere des Falls muss dann entschieden werden, ob einzelne Sicherungsmaßnahmen oder eine komplette Sanierung des Geländes nötig sein wird.

Früher wurden solche Altasten oft ausgegraben, inzwischen gebe es aber auch gute Methoden, sie vor Ort zu sichern - zum Beispiel, indem sie von oben abgedeckt werden, so die Stadt Bochum. Sie fordert die Grundstücksbesitzer auf, bis Mitte September Vorschläge zum weiteren Vorgehen zu machen.

Stand: 28.08.2019, 13:22