Schulstart für mutmaßliche Gruppenvergewaltiger aus Mülheim

Hochgestellte Stühle in einem leeren Klassenzimmer

Schulstart für mutmaßliche Gruppenvergewaltiger aus Mülheim

  • Mülheimer Fall sorgt weiter für Aufsehen
  • Drei Verdächtige an neuen Schulen
  • 14-jähriger Hauptverdächtiger weiter in U-Haft

Die Jugendlichen aus Mülheim, die vor einigen Wochen gemeinsam eine junge Frau vergewaltigt haben sollen, werden ab Mittwoch (28.08.2019) wieder zur Schule gehen. Anfang Juli hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die fünf Jungen zwischen zwölf und 14 Jahren wegen laufender Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vom Unterricht befreit.

Start an neuen Schulen

Drei der aus Bulgarien stammenden Jugendlichen sollen nicht mehr ihre alten Schulen besuchen, sondern an andere in Mülheim wechseln. Dort werden sie laut Bezirksregierung Düsseldorf von Schulsozialarbeitern, Psychologen und dem Jugendamt betreut.

Kindertäter bestrafen?

WDR 5 Tagesgespräch 10.07.2019 45:32 Min. Verfügbar bis 09.07.2020 WDR 5

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Für zwei Jugendliche gilt dies aber nicht: Der 14-jährige Hauptverdächtige sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft, ein Zwölgjähriger ist mit seinen Eltern bereits nach Bulgarien zurückgekehrt. Gegen ihn und einen weiteren Jungen wurden die Ermittlungen eingestellt, weil beide mit zwölf Jahren noch nicht strafmündig sind.

Ermittlungen gegen drei Jugendliche

Der Mülheimer Fall hatte für viel Entsetzen und Diskussionen gesorgt. Anfang Juli sollen die fünf Jugendlichen in einem Waldstück eine junge Frau vergewaltigt haben. Zuletzt kam bei den Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen heraus, dass dieser die Frau bereits zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal vergewaltigt haben soll.

Auch gegen die anderen beiden 14-Jährigen wird weiter ermittelt. Zwei der Jugendlichen waren dem Jugendamt schon vor der Tat bekannt.

Stand: 28.08.2019, 10:06