Unterstützung beim Kauf von Schulmaterialien

Schulmaterial der Caritas

Unterstützung beim Kauf von Schulmaterialien

  • Schulmaterialkammern helfen bedürftigen Familien
  • Mehrere Ausgabestellen in Duisburg und am Niederrhein
  • Auch Staat unterstützt bedürftige Familien finanziell

Hefte, Stifte, Malkasten – die Liste der von Schulen geforderten Unterrichtsmaterialien ist lang. Für Eltern, die sich die Anschaffungen zu Beginn des Schuljahres nicht leisten können, gibt es deshalb Hilfsangebote.

Nur für bedürftige Familien

In Duisburg betreibt der Caritasverband mehrere Schulmaterialkammern. Hier erhalten Kinder aus Familien mit geringem Einkommen gegen Spende Schulmaterial – vorausgesetzt, sie können einen aktuellen Arbeitslosengeld-Bescheid, Wohngeld-, Kindergeldzuschlag oder Asylbewerberbescheid vorlegen. Außerdem verlangen die Schulmaterialkammern einen Ausweis und eine Materialliste der Schule.

Der Caritasverband betont: "Die Schulmaterialkammer hat eine unterstützende Funktion und kann nicht alles abdecken, was Sie für ihr Kind benötigen". Ausgabestellen gibt es in den Stadtteilen Mitte, Meiderich, Hamborn, Meiderich, Buchholz, Homberg und Rheinhausen.

Schulmaterialkammern auch in Mehrhoog und Rheinberg

Auch die Initiative MehrhoogHilft am Niederrhein bietet seit dem vergangenen Jahr eine Schulmaterialkammer an. Sprecher Hans-Jürgen Kraayvanger stellt fest, "dass die Leute das vermehrt annehmen". Beim letzten Ausgabetermin vor den Sommerferien seien 26 Familien gekommen. "Im vergangenen Jahr war es die Hälfte", so Kraayvanger.

Der nächste Termin in Mehrhoog ist am Samstag (31.08.2019). Auch in Rheinberg gibt es eine Schulmaterialkammer, initiiert von der Kolpingsfamilie. Alle Angebote eint, dass sie auf Spenden und ehrenamtliche Helfer angewiesen sind.

Staat hilft mit Geld aus

Hilfe beim Kauf von Schulbedarf gibt es auch vom Staat. Wer über das Bildungs- und Teilhabepaket einen Antrag stellt, bekommt für jedes anspruchsberechtigte Kind insgesamt 150 Euro pro Jahr, davon 100 Euro zum Schuljahresbeginn.

"Der Betrag dient Eltern dazu, zum Beispiel Schreib- oder Rechenmaterial sowie Mal- oder Bastelutensilien zum Schuljahresbeginn sowie zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres für den Unterricht anschaffen zu können", informiert das Bundesfamilienministerium. Wer Arbeitslosengeld bezieht, kann den Antrag bei seinem Jobcenter stellen.

Stand: 26.08.2019, 18:18