Feuerwehr Mülheim saugt 300 Liter Schmiermittel aus der Ruhr

Ein Boot und die Schlengenanlage, die das Schmiermittel aufhalten

Feuerwehr Mülheim saugt 300 Liter Schmiermittel aus der Ruhr

Die Ursache für den öl-ähnlichen Film auf der Ruhr ist geklärt. Es handelt sich um ein Schmiermittel, das von der Firma Siemens im Industriegebiet am Hafen in den Fluss lief.

300 Liter des Schmiermittels sind in die Ruhr gelaufen. Im Sonnenlicht sind die Regenbogenfarben des dünnen Films deutlich zu sehen. Mit Hilfe von Ölsperren dämmt die Feuerwehr das Schmiermittel ein und saugt es ab. Es ist offenbar in sehr niedriger Konzentration ins Wasser gelangt.

Die Feuerwehr spricht von der mittleren von drei möglichen Alarmstufen. Die Ruhr bleibt vorerst auf einer Länge von zwei Kilometern für die Schifffahrt gesperrt. Siemens, die Firma, die den Schaden verursacht hat, muss mit einer Anzeige rechnen. Offenbar hat das Kühlsystem geleckt, deshalb konnte der Schmierfilm in die Ruhe gelangen.

Rätsel um Substanz in Mülheim gelöst

Zunächst hatte die Substanz die Feuerwehr vor ein Rätsel gestellt. Taucher hatten am Mittwoch in der Ruhr nach Behältern gesucht, aus denen Öl oder Diesel ausgetreten sein könnte, doch sie haben nichts gefunden. Die Feuerwehr hatte zunächst vermutet, dass es sich um einen biologischen Stoff handeln könnte.

Das Landesumweltamt hat die Substanz analysiert, nun ist klar: es handelt sich um Schmiermittel. Schon am Montag hatten Spaziergänger eine öl-ähnliche Filmschicht auf der Ruhr bemerkt. Etwa drei Kilometer lang hat sich die Spur durch das Wasser gezogen. Auch Drohnen und ein Hubschrauber waren im Einsatz, um die Ursache zu erforschen.

Stand: 10.06.2021, 19:43