Schlimmer Unfall mit Pferd in Witten

Tödlicher Unfall in Witten: Pferd von Zug erfasst

Stand: 29.07.2022, 11:29 Uhr

Bei einem Abendspaziergang an der Ruhr hat sich ein Pferd losgerissen. Dabei wurde es von einem Intercity erfasst und meterweit durch die Luft geschleudert.

Das müssen schreckliche Bilder für die beiden Augenzeuginnen gestern Abend in Witten gewesen sein: Bei einem ausgiebigen Spaziergang mit ihren Pferden inmitten von Wald und Feld waren zwei Frauen in eine kleine Straße zur Ruhr abgebogen. An der Einfahrt zum Ruder-Club Witten riss sich plötzlich eines der Pferde los. Das Tier lief auf die Zugstrecke direkt an der Ruhr. Auf den Gleisen wurde das Pferd von einem heranfahrenden IC erfasst. Der Zug fuhr mit einem Tempo von 120 Stundenkilometern.

Pferd schleudert mehrere Meter durch die Luft

Durch den Aufprall schleuderte das Pferd mehrere Meter durch die Luft, wurde an der Wand eines Gebäudes entlang geschleift. Durch die große Wucht wurde der Kopf abgetrennt, bis das Pferd schließlich leblos auf dem Boden liegen blieb. Die beiden Augenzeuginnen, eine 26-Jährige und eine 56-Jährige erlitten einen Schock und wurden von Notfallseelsorgern betreut.

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr?

Die Einsatzkräfte von Bundespolizei und Feuerwehr konnten nur noch den Unfall aufnehmen, der Kadaver wurde schließlich abtransportiert. Der Zugfahrer legte noch ein Vollbremsung hin, am Zug entstand kein Schaden, auch Passagiere wurden nicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie gegen die beiden Frauen Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufnimmt.

Über dieses Thema berichten wir heute im Radio auf WDR2, Lokalzeit Rhein und Ruhr.