Ölpellet-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deponiebetreiber

Wiesenlandschaft mit Deponie im Hintergrund

Ölpellet-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deponiebetreiber

Von Petra Vennebusch

  • Fortsetzung im Ölpellet-Skandal in Schermbeck
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deponiebetreiber
  • Unsachgemäße Entsorgung steht im Fokus

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt jetzt gegen die Firma Nottenkämper in Schermbeck. Auf deren Deponie sind 30.000 Tonnen Ölpellets illegal entsorgt worden. Bei den Ermittlungen geht es allerdings um mögliche andere Verstöße – beispielsweise um die unsachgemäße Entsorgung von Klärschlamm und Mischabfällen.

Giftige Schwermetalle im Boden

Gutachter hatten in der Vergangenheit bei Proben festgestellt, dass in der ehemaligen Tongrube in Schermbeck auch Schwermetalle wie Kupfer, Cadmium und Zink vorkommen. "Diese stammen aber nicht von den Ölpellets, sondern aus anderen Abfällen", so ein Sprecher der Anwohner-Initiative "Gahlener Bürgerforum". "In der Tongrube dürfen aber nur ungiftige Abfälle wie Bauschutt abgelagert werden."

Ermittlungen gegen Kreis Wesel?

Die Anwohner-Initiative und die Grünen im Kreis Wesel hatten in der Vergangenheit deshalb auch den Kreis Wesel als Aufsichtsbehörde kritisiert. Inzwischen prüft die Duisburger Staatsanwaltschaft, ob sie auch gegen einen Mitarbeiter des Kreises Wesel ermitteln wird. "Zunächst bestehe nur ein Anfangsverdacht", so die Staatsanwaltschaft Duisburg am Dienstagabend (18.06.2019). "Der Vorwurf lautet auf Bestechlichkeit."

Schermbeck: Wende im Ölpellet-Skandal 00:25 Min. Verfügbar bis 16.01.2020

Stand: 19.06.2019, 07:04