Mordfall Schalla: Prozess verzögert sich wohl weiter

Der Angeklagte Ralf H. auf der Anklagebank. Er versteckt sein Gesicht hinter einem Stück Pappe.

Mordfall Schalla: Prozess verzögert sich wohl weiter

  • Neue Beweisanträge gestellt
  • Verteidigung will Gutachten zeigen
  • Beweisanträge werden geprüft

Im Mordfall Nicole-Denise Schalla verzögert sich der Prozess vor dem Dortmunder Landgericht wohl weiter. Die Verteidigung hat am Samstag (11.05.2019) neue Beweisanträge gestellt.

Gutachten soll Unschuld beweisen

Ein medizinisches Gutachten könnte zeigen, dass der Angeklagte Ralf H. nicht als Täter in Frage komme, sagt der Verteidiger.

Denn im Oktober 1993 - als Nicole-Denise Schalla nachts auf ihrem Heimweg in Dortmund erwürgt wurde - habe der Angeklagte aufgrund einer Sportverletzung seine Daumen nicht bewegen können.

Beweisanträge werden geprüft

Das Gericht will bald entscheiden, ob die Beweisanträge zugelassen werden. Dann würde sich der Prozess weiter verzögern.

Erst im März wurde am Körper der Ermordeten eine zweite DNA-Spur gefunden, die vom Angeklagten stammt. Das Gutachten belastet Ralf H. schwer.

Stand: 13.05.2019, 08:54