Schalla-Prozess: Vater wirft Verteidigern Verzögerung vor

Der Angeklagte Ralf H. auf der Anklagebank. Er versteckt sein Gesicht hinter einem Stück Pappe.

Schalla-Prozess: Vater wirft Verteidigern Verzögerung vor

  • Joachim Schalla äußert sich vor Gericht
  • Vier weitere Termine angesetzt
  • Verteidiger zweifeln DNA-Spuren an

Im Prozess um den Mord an Nicole Denise Schalla vor dem Dortmunder Landgericht, haben die Verteidiger am Montag (03.06.2019) erneut die Beweiskraft der DNA-Spuren des Angeklagten Ralf H. angezweifelt.

Verteidiger wollen Spuren neu untersuchen lassen

Die Verteidiger fordern die Spuren erneut untersuchen zu lassen. Zudem bestehen sie weiter auf ein medizinisches Gutachten, das beweisen soll, dass Ralf H. aufgrund einer Sportverletzung niemanden erwürgen konnte.

Vier weitere Verhandlungstermine hat die Kammer daraufhin jetzt angesetzt. Der Vater der getöteten 16-Jährigen, Joachim Schalla, hält das für Verzögerungstaktik. Er hat sich am Montag (03.06.2019) erstmals vor Gericht geäußert: "Der Angeklagte lässt immer mehr Anträge stellen und es kommt meistens nichts dabei raus. Ich finde das ist eine Farce. Ich weiß nicht, ob die das nicht verstehen. Die DNA ist da", sagte Joachim Schalla

DNA-Spuren auf Folien

Dank neuer Analyse-Technik hatten Rechtsmediziner zwei DNA-Spuren des Angeklagten auf Folien gefunden, mit denen 1993 Spuren an dem erwürgten Mädchen gesichert wurden.

Stand: 03.06.2019, 16:07