Keine Mord-Anklage gegen Schalke-Fan

Schalker Fanclub-Schal

Keine Mord-Anklage gegen Schalke-Fan

  • Haftbefehl gegen 30-Jährigen aufgehoben
  • Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung
  • Manchester-Fan lebensgefährlich verletzt

Ein Schalke-Fan, der vor rund fünf Monaten einen Anhänger von Manchester City lebensgefährlich verletzt haben soll, wird nicht wegen versuchten Mordes angeklagt. Das Landgericht Essen "sieht keinen hinreichenden Tatverdacht", wie es am Freitag bekannt gab (19.07.2019).

Das Gericht hob außerdem den Haftbefehl gegen den 30-Jährigen auf, er kommt damit wieder frei.

Manchester-Fan bei Champions League Spiel auf Schalke verletzt

WDR 2 21.02.2019 00:36 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 WDR 2

Drei Verdächtige demnächst vor Gericht

Anders als die Staatsanwaltschaft sieht das Landgericht "keine ausreichenden Anhaltspunkte", dass der Hauptverdächtige "mit Tötungsvorsatz gehandelt" habe. "Dass sein Faustschlag gefährlich gewesen sei, reiche für eine solche Annahme nicht aus", heißt es in einer Mitteilung.

Der englische Fan war am 20. Februar nach einem heftigen Faustschlag zu Boden gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Danach lag er zwei Wochen lang im Koma. Drei Verdächtige müssen sich deshalb demnächst wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Stand: 19.07.2019, 13:25