Wütender Schalke-Fan zeigt Schiedsrichter an

Ivan Perisic (r., München) wehrt den Freistoß von Daniel Caligiuri mit der Hand ab

Wütender Schalke-Fan zeigt Schiedsrichter an

Von Jolien Wagner

  • Schalke-Fan erstattet Anzeige wegen Betrugs
  • Strafverfolgung unwahrscheinlich
  • Reaktionen im Netz sind humorvoll

Ein Fan der königsblauen Schalker ist über die 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern München vom Wochenende (24.08.2019) so erzürnt, dass er den Schiedsrichter Marco Korb und den Video-Assistenten Bastian Dankert bei der Polizei angezeigt hat. Der Vorwurf: Seinem Verein seien zwei Handelfmeter verweigert worden.

Der Video-Assistent habe zudem den Schiedsrichter in beiden Fällen nicht dazu ermutigt, das Bildmaterial einzusehen - deshalb die Anzeige wegen Betrugs. Die Polizei Gelsenkirchen hat davon auf Facebook erzählt.

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Können Schiedsrichter von Fans angezeigt werden?

"Ja", sagt die Polizei Gelsenkirchen grundsätzlich dazu. Die Anzeige ist demnach am Samstag (24.08.2019) über das Onlineportal der Polizei Nordrhein-Westfalen eingegang. Daraufhin wurde die Zuständigkeit an die Kollegen in Gelsenkirchen weitergeleitet.

Und da alle Formalitäten für eine "richtige" Anzeige gegeben seien, müsse die Polizei hier auch handeln. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob die Ermittlungen aufgnommen werden, oder ob das Verfahren eingestellt wird.

Was könnten mögliche Konsequenzen sein?

Das ist schwierig zu sagen, denn so einen Fall hat es laut WDR-Sportredaktion bisher noch nicht gegeben. Dass die Anzeige aber wirklich bis vor das Strafgericht kommt, ist unwahrscheinlich.

Ein Sportgericht würde nur dann zuständig, wenn Schalke selbst Beschwerde beim DFB einlegt. In diesem Fall müsste der DFB die Lage prüfen und erst dann könnte es zu einem Verfahren kommen. Da es bisher aber noch keinerlei Anzeichen für so eine Beschwerde gibt, ist auch diese Variante eher unwahrscheinlich.

Wie sind die Reaktionen im Netzt?

Sowohl Schalke als auch die meisten Fans nehmen die Anzeige mit Humor. So hält ein Fan den Kläger für einen "Ehrenmann".

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Die Polizei Gelsenkirchen scherzt ebenfalls und "würde Taschentücher stellen, wenn die letzten Tränen noch nicht getrocknet sind", sollte es zu weiteren Anzeigen gegen Schiedsrichter kommen.

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Stand: 27.08.2019, 16:01