Schafe in Bottrop gerissen: War es ein Wolf?

Wolf blickt in die Kamera

Schafe in Bottrop gerissen: War es ein Wolf?

  • Zwei tote Schafe auf Bottroper Weide
  • DNA-Proben gesichert
  • Lanuv untersucht, ob es ein Wolf war

In der Nacht zu Donnerstag (30.07.2020) sind auf einer Weide in Bottrop-Kirchhellen zwei Schafe getötet worden. Drei weitere Tiere wurden verletzt. Ob ein Wolf die Schafe gerissen hat, wird untersucht.

Unklar, ob Wolf verantwortlich

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat eine Wolfsberaterin mit der Spurensicherung beauftragt. Sie hat DNA-Proben gesichert, die jetzt analysiert werden sollen. Erst die DNA-Untersuchung kann Sicherheit bringen, ob die Verletzungen von einem Wolf verursacht wurden.

Nicht immer sind Wölfe für die teils tödlichen Verletzungen an Weidetieren verantwortlich. Laut Lanuv haben die Untersuchungen in einigen Verdachtsfällen ergeben, dass Haushunde am Werk waren.

Besitzer hält einen Wolfsriss für möglich

Eine kleine Herde Heidschnucken auf einer Weide am Futterplatz

Der Besitzer der Schafe, Georg Jansen, kann sich nicht vorstellen, dass ein Hund die Tiere gerissen hat. Der von der Bezirksregierung abgenommene Zaun sei mit Strom gesichert und lasse keine Hunde rein. Er selbst habe außerdem keinen Hund. Georg Jansen hatte vor dem Angriff zwölf Weiß Gehörnte Heidschnucken.

Der letzte bestätigte Wolfsriss in der Nähe ereignete sich im April 2020 im rund 15 Kilometer entfernten Hünxe im Kreis Wesel. Die Wölfin Gloria hatte dort nachweislich ein Schaf getötet. Weitere Verdachtsfälle im Kreis Wesel werden noch untersucht. Die Wölfin soll mehrfach im umliegenden Wohngebiet gesichtet worden sein.

Stand: 31.07.2020, 16:57

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