Sankt Martin in Duisburg und am Niederrhein: Was geht wo?

Sankt Martin in Duisburg und am Niederrhein: Was geht wo?

Theoretisch sind Sankt-Martins-Umzüge in Duisburg und am Niederrhein möglich, trotzdem haben viele Veranstalter bereits abgesagt – der Organisationsaufwand sei zu hoch.

Duisburgs Krisenstabsleiter Martin Murrack hatte am Dienstag zugesagt, dass in diesem Jahr Martinsumzüge und Feiern in Duisburg erlaubt seien – vorausgesetzt, es gibt ein entsprechendes Sicherheitskonzept von den Veranstaltern.

In Duisburg soll es in diesem Jahr einen großen städtischen Laternenumzug zu Sankt Martin geben, der am 5. November um 16.45 Uhr stattfinden soll. Organisiert wird er von Duisburg Kontor; Maskenpflicht und 3G-Regel gelten nicht. Schulen und Kitas verzichten weitgehend auf eigene Veranstaltungen unter freiem Himmel.

In den Kreisen Wesel und Kleve treffen die einzelnen Kommunen die Entscheidung über Martinsumzüge sowie deren Hygienekonzepte und Genehmigungen selbstständig.

Große Unsicherheit bei Veranstaltern

"Für die Kinder und die Eltern ist das auf jeden Fall ein wichtiges Signal, dass wieder ein Stück weit Normalität eintritt", sagte Murrack im WDR-Interview. Eine Corona-Gesamtregelung für ganz NRW wäre aus Sicht der Stadt Duisburg gut, doch wenn diese nicht kommt, wird es in Duisburg wohl auf eine 2-G-Regelung hinauslaufen, sagte Murrack weiter.

Die Unsicherheit bei den Veranstaltern ist groß, weshalb viele Grundschulen in Duisburg und den Kreisen Kleve und Wesel bereits gesagt haben, dass es bei ihnen auch dieses Jahr keinen St. Martins-Zug mit Publikum geben wird. Auch der Organisationsaufwand sei so kurzfristig zu hoch, kleine schulinterne Feiern könne es aber geben.

Kleinere Veranstaltungen in Kitas geplant

So basteln die Kinder der Kita Quellenweg in Dinslaken dieses Jahr zwar wieder Laternen, einen Sankt Martin mit Pferd und Kapelle wird es aber auch diesmal nicht geben.

"Das muss man auch immer schon fast ein Jahr vorher planen, beantragen oder denjenigen, der das macht, fragen: Geht das dieses Jahr oder nächstes Jahr wieder? Das konnten wir aufgrund der Tatsache, dass wir letztes Jahr gar nicht wussten, wie es dieses Jahr aussieht, überhaupt nicht organisieren", sagte Ulrike Decker, Leiterin der Kita Quellenweg in Dinslaken-Hiesfeld. Stattdessen wird es ein kleines Martinsfest auf dem Gelände der Kita geben – ohne Eltern, die wegen Corona nicht mit aufs Kita-Gelände dürfen.

Martinsumzüge nach aktueller Corona-Schutzverordnung erlaubt

Seit dem 20. August sind laut der Corona-Schutzverordnung alle Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen gestattet. Eine Maskenpflicht im Freien besteht demnach nur, wenn gleichzeitig mehr als 2.500 Besucherinnen und Besucher dabei sind.

"Dadurch, dass ja mittlerweile viele Menschen vollständig geimpft sind, kommen wir ein Stück weit zurück zur Normalität. Da auch das Land hier keine Verbotsvorgabe macht, wollen wir als Stadt Martinszüge in diesem Herbst nicht untersagen. Wir setzen dabei auch auf die Vernunft der Veranstalter und deren Konzepte", sagte Krisenstabsleiter und Stadtdirektor Martin Murrack. Diese Entscheidung gilt grundsätzlich auch für den großen, städtischen Martinszug, den Duisburg Kontor veranstaltet.

Stand: 01.10.2021, 09:51