Nach Vertrauensbruch: RVR wählt erstmals Dezernenten ab

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Nach Vertrauensbruch: RVR wählt erstmals Dezernenten ab

  • Erste Abwahl eines Dezernenten überhaupt
  • Grund: Regionalplan wird später fertig
  • Regionalverband Ruhr wirft Vertrauensbruch vor

Der Regionalverband Ruhr hat am Freitag (13.12.2019) zum ersten Mal einen Dezernenten abgewählt. Das sogenannte Ruhrparlament setzte den Planungsdezernenten Martin Tönnes ab. Der RVR wirft ihm Vertrauensbruch vor.

Hintergrund ist, dass der erste einheitliche Regionalplan für das Ruhrgebiet später fertig wird als ursprünglich vorgesehen. Der Regionalplan legt fest, wo Grünzüge, Gewerbe-, Industrie- und Wohngebiete in Zukunft angesiedelt werden können. Bislang waren dafür drei Bezirksregierungen zuständig.

RVR kann Zeitplan nicht einhalten

Martin Tönnes, Planungsdezernent des Regionalverbandes Ruhr (RVR)

RVR-Planungsdezernent Martin Tönnes

Unter dem ehemaligen Planungsdezernenten sollte der RVR den ersten einheitlichen Plan erstellen - noch vor der Kommunalwahl im kommenden September. Dieser Zeitplan kann allerdings nicht eingehalten werden.

Vertrauensbruch wegen verspäteter Ankündigung

Fachleute sehen in der Verspätung zwar kein Problem. Aber: Die große Koalition im Ruhrparlament sagt, der Planungsdezernent habe viel zu spät die Terminverschiebung kommuniziert. Das sei ein Vertrauensbruch.

Stand: 13.12.2019, 17:25

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