Chefplaner im Ruhrgebiet soll abgewählt werden

Martin Tönnes, Planungsdezernent des Regionalverbandes Ruhr (RVR)

Chefplaner im Ruhrgebiet soll abgewählt werden

  • Emotionen im Ruhrparlament hochgekocht
  • Planungsdezernent soll abgewählt werden
  • Opposition spricht von "Bauernopfer"

Der Aufreger im Ruhrparlament: Der umfassende und lange ausgearbeitete Regionalplan wird nicht wie angenommen im nächsten Jahr fertig. Das soll jetzt Konsequenzen nach sich ziehen. Der Grüne-Planungsdezernent des Regionalverband Ruhr, Martin Tönnes, soll abgewählt werden. Das verabredete am Freitag (11.10.2019) die Koalition aus SPD, CDU und Grünen.

Scheinheiligkeit und Vertrauensverlust vorgeworfen

Regionalplan Ruhrgebiet, RVR, erster aus einer Hand

Erster Regionalplan Ruhr erarbeitet von RVR und 53 Kommunen

Der Regionalplan hat für 53 Kommunen im Ruhrgebiet eine wichtige Bedeutung. Darin wird die Nutzung der Flächen für zum Beispiel für Gewerbe, Wohnen oder Grünzonen festgelegt. Er sollte im nächsten Jahr fertig sein. Dieser Termin ist aber nicht zu halten.

Tönnes als Bauernopfer?

Bei der Diskussion ging es hoch her. Die Koaltitionspartner von Grünen und CDU warfen sich gegenseitig Scheinheiligkeit und Vertrauensverlust vor. "Wir stehen da wie die Deppen", sagte ein Komunalpoltiker. Dem Planungsdezernenten wird Missmanagement vorgeworfen. Die Opposition aus Linken und FDP spricht von einem "Bauernopfer".

Stand: 11.10.2019, 15:37

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