Runners Point schließt alle Filialen: 720 Mitarbeiter betroffen

Runners Point-Filiale

Runners Point schließt alle Filialen: 720 Mitarbeiter betroffen

  • 720 Mitarbeiter betroffen
  • Betriebsrat schaltet Anwalt ein
  • Tochterunternehmen von Foot Locker

Der Sportartikel- und Laufschuhhändler Runners Point gibt auf. Deutschlandweit sollen alle Filialen sowie der Sitz in Recklinghausen geschlossen werden. Von der beabsichtigten Schließung sind insgesamt rund 720 Mitarbeiter betroffen. Dies teilte ein Sprecher der Muttergesellschaft Foot Locker am Dienstag (19.05.2020) mit.

Rund 170 Menschen arbeiten in der Zentrale in Recklinghausen in den Bereichen Administration, Logistik und Online - auch sie sind von der Schließung betroffen. Anfang Februar gab es in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut Geschäftsbericht insgesamt 81 Filialen von Runners Point.

Bekanntgabe der Entscheidung auf Betriebsversammlung

Die Muttergesellschaft Foot Locker will die Marke Runners Point wohl komplett einstellen und nur noch auf die Marken Foot Locker sowie Sidestep setzen. Foot Locker nannte keine genauen Gründe für die Pläne, sprach aber von einer vorangegangenen "Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate".

Runners Point schaltet Anwalt ein

Der Betriebsrat von Runners Point hat einen Anwalt eingeschaltet. Dieser will in den kommenden Tagen mit der Unternehmensleitung über eine mögliche Fortführung des Geschäftsbetriebs verhandeln. Sollten die Verhandlungen scheitern, soll für die Mitarbeiter ein Interessenausgleich und Sozialplan ausgehandelt werden.

Runners Point wurde 1984 als Tochter des Warenhauskonzerns Karstadt gegründet und im Jahr 2013 vom börsennotierten US-Konzern Foot Locker aufgekauft. Runners Point ist vor allem für den Verkauf von Laufschuhen und Laufsportartikeln bekannt.

Stand: 19.05.2020, 15:11