Ausreichend Trinkwasser aus der Ruhr trotz Trockenheit

Landschaftsaufnahme der Ruhr bei Schwerte

Ausreichend Trinkwasser aus der Ruhr trotz Trockenheit

Von Sebastian Wehner

  • Ruhrgütebericht vorgestellt
  • Wasserqualität ist sehr gut
  • Trockenheit ist kein Problem
  • Trinkwasserversorgung ist gesichert

Mit einem entspannten Lächeln konnte Norbert Jardin, der Chef des Ruhrverbands, den neuen Ruhrgütebericht am Mittwoch (18.09.2019) in Essen vorstellen. Der Bericht zeigt jedes Jahr, wie es um die Ruhr bestellt ist. Die Wasserqualität hat seinen Angaben nach einen neuen Rekord erreicht.

Prof. Norbert Jardin, Vorstand Ruhrverband

Prof. Norbert Jardin, Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement

Ein zentrales Thema ist für Jardin aber natürlich die Trockenheit im vergangenen und diesen Sommer. "Das betrifft die 4,6 Millionen Menschen, die ihr Wasser aus der Ruhr beziehen. Das ist unsere Herausforderung, dass wir auch in Zeiten des Klimawandels und der Trockenheit jederzeit genügend Wasser in der Ruhr haben, damit die Trinkwasserversorgung gesichert ist." Auch mit Blick auf die nächsten Jahre gebe es dabei aber keinerlei Einschränkungen. Trotzdem arbeitet der Ruhrverband an langfristigen Strategien mit der Trockenheit umzugehen.

Talsperren sichern Nachschub

Die entscheidende Rolle zur Sicherung der Trinkwasserversorgung spielen die Talsperren entlang der Ruhr. Dazu zählen unter anderem die Möhne-, die Bigge- und die Listertalsperre. Sie sorgen dafür, dass sich immer ausreichend Wasser im Flusslauf befindet. Allein seit April musste im Jahr 2019 an 119 Tagen Wasser aus den Talsperren abgegeben werden, um die Ruhr ausreichend zu versorgen.

"Wir können aber entspannt auf die nächsten Monate schauen. Bislang haben sich die Talsperren gerade im Winter wieder ausreichend gefüllt. Trotzdem sind üppige Niederschläge wichtig", kann Norbert Jardin den Menschen im Einzugsgebiet der Ruhr die Sorge vor einer Knappheit bei Trinkwasser nehmen.

Werben für Leitungswasser

Auch deswegen wirbt Roland Rüther, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr, für das Trinken von Leitungswasser. "Es ist ein sehr gutes Lebensmittel, dass sie nach Hause geliefert bekommen und sie sparen auch CO2 ein, wenn sie es dem Flaschenwasser vorziehen." Wasserversorger aus ganz Deutschland beteiligen sich an einem Projekt, dafür zu sensibilisieren.

Unser Trinkwasser Hier und heute 03.09.2019 11:36 Min. Verfügbar bis 03.09.2020 WDR

Stand: 18.09.2019, 16:24

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