Ruhrgebiet will Image für Pflegeberufe verbessern

Hilfsangebote für ältere Menschen

Ruhrgebiet will Image für Pflegeberufe verbessern

  • Hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter
  • 100.000 Beschäftigte im Pflegebereich
  • Ruhrgebiet ist Referenzregion
  • Bald doppelt so viele Pflegebedürftige

30 Anbieter von Pflegedienstleistungen haben sich am Freitag (22.02.2019) zur "Ruhrgebietskonferenz Pflege" zusammengeschlossen. Sie wollen das Image der Berufe verbessern.

Pflegeberufen wird ein schlechter Ruf nachgesagt. "Wir ernten immer beileidsvolle Blicke, wenn wir erzählen, dass wir in der Pflegebranche arbeiten," sagt Claudius Hasenau von den Ambulanten Pflegediensten Gelsenkirchen.

Natürlich gebe es Schwierigkeiten, wie eine hohe Arbeitsbelastung. Aber die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihren Arbeitsstellen sei extrem hoch. Bei Befragungen geben mehr als 80 Prozent an, dass sie ihre Arbeitgeber weiterempfehlen würden.

Gelsenkirchen ist Vorreiter bei Wohnformen

"Pflegeberufe sind sinnstiftend, innovativ und zukunftssicher," betont Claudius Hasenau. Mithilfe der "Ruhrgebietskonferenz Pflege" sollen Projekte ins Ruhrgebiet geholt werden, um die Pflege noch weiter zu entwickeln. Allerdings gebe es auch jetzt schon viele innovative Leuchtturmprojekte. In Gelsenkirchen gibt es beispielsweise die meisten ambulanten Wohngemeinschaften NRWs, eine sehr moderne Betreuungsform.

Ruhrgebiet Hochburg für Pflegebedürftige

Das Ruhrgebiet ist eine Referenzregion für Pflege, unter anderem weil es hier besonders viele ältere Menschen gibt: 30 Prozent der Pflegebedürftigen Nordrhein-Westfalens leben im Ruhrgebiet. Sie werden von 100.000 Mitarbeitern in der Alten-, Gesundheits- oder Krankenpflege betreut.

Klar ist: In den kommenden zwei Jahrzehnten wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich mehr als verdoppeln. Entsprechend mehr Pflegekräfte werden gebraucht.

Stand: 22.02.2019, 16:32