Kohleausstieg: Auch das Ruhrgebiet verlangt Hilfen

Das Kohlekraftwerk Scholven in Gelsenkirchen

Kohleausstieg: Auch das Ruhrgebiet verlangt Hilfen

  • Gelder für Kohleausstieg
  • Auch Ruhrgebiet fordert Hilfen
  • Mehr alternative Energiegewinnung

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Baranowski (SPD) nannte es am Freitag (05.04.2019) schwer nachvollziehbar, wenn 90 Millionen Euro Soforthilfe in das rheinische Revier flössen und das Revier mit seinen ebenfalls betroffenen Kraftwerksstandorten leer ausgehe.

NRW erhält 90 der 240 Millionen Euro, die der Bund für das Sofortprogramm zum Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen zur Verfügung stellt. Mit dem Geld, das aus Landesmitteln aufgestockt wird, sollen vor allem alternative Energieprojekte im rheinischen Revier gefördert werden, etwa die vorbereitenden Arbeiten für ein Wärmespeicher-Kraftwerk.

In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert der Regionalverband Ruhr (RVR) Strukturhilfen von Bund und Land für die von der Stilllegung der Steinkohlekraftwerke betroffene Region. Das Ende der Kohleverstromung habe nicht nur für die niederrheinische Braunkohle, sondern auch für die zwölf Standorte der Steinkohlekraftwerke im Ruhrgebiet weitreichende Auswirkungen auf Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, betonte der Verband.

Auch im Ruhrgebiet müssten deutlich mehr Investitionen in die alternative Energiegewinnung und den verstärkten Netzausbau fließen, damit die Industrie in der Region auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibe.

Stand: 05.04.2019, 15:03

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