9.500 Teilnehmer bei Ruhrmarathon - und ein Mann im Anzug

Mann im Anzug

9.500 Teilnehmer bei Ruhrmarathon - und ein Mann im Anzug

  • 1.200 Läufer beim "Glückauf-Zukunft-Lauf"
  • Mann im Anzug stellt Weltrekord auf
  • vorzeitiges Ende wegen starken Gewitters

9.500 Läufer sind am Sonntag (27.05.2018) beim Ruhrmarathon in Gelsenkirchen mitgelaufen. Sie gingen mit 20 Minuten Verzögerung auf die Strecke, nachdem der 70 Mann starke Ruhrkohle-Chor zur Einstimmung das Steigerlied gesungen hatte. Sieger bei den Männern wurde Elias Sansar von der LG Lage Detmold Bad Salzuflen. Als erste Frau überquerte Dioni Gorla vom ART Düsseldorf die Ziellienie.

Leistungen des Bergbaus würdigen

Bei den 1.200 Läufern, die eine halbe Stunde nach dem Marathonstart am Bergwerk Prosper Haniel II in Bottrop beim "Glückauf-Zukunft-Lauf" auf die Strecke gingen, war die sportliche Leistung zweitrangig. Die Bergleute, Ehemalige und deren Familien wollten ein Signal des Aufbruchs in die Region senden. Das letzte noch aktive Bergwerk soll Ende des Jahres schließen. Mit dabei waren auch ehemalige Fußballprofis wie Olaf Thon und die Oberbürgermeister aus Gelsenkirchen und Bottrop.

Skurriler Weltrekord beim Ruhrmarathon

Einer der rund 9.500 Teilnehmern des Ruhrmarathons hat einen neuen Weltrekord aufgestellt: Er kam als schnellster Mann in einem Anzug ins Ziel.

Ruhrkohle-Chor singt Steigerlied

Zur Einstimmung sangen 70 Männer des Ruhrkohle-Chors das Steigerlied.

Zur Einstimmung sangen 70 Männer des Ruhrkohle-Chors das Steigerlied.

Dann ertönte mit 20 Minuten Verspätung ein Buzzer. Und es ging auf die Strecke.

Zug- und Bremsläufer achten auf die richtige Geschwindigkeit bei den warmen Temperaturen.

Gute Laune bei strahlendem Sonnenschein am Rand der Strecke.

Alle Sportler wurden kräftig vom Pubikum unterstützt und angefeuert.

Hendrik Pfeiffer stellt neuen Weltrekord im Halbmarathon auf. Er ist der schnellste Mann der Welt in einem Anzug. Zeit: 1:12:46

Ein großes Sportfest

Kühle Dusche nach dem Lauf

Sehr gefragt: eine kühle Dusche nach dem Lauf

An der elf Kilometer langen Strecke vorbei an ehemaligen Industriegebäuden des Reviers wie etwa der Zeche Zollverein war die Stimmung bei schönstem Wetter ausgelassen. Die Zuschauer feuerten die Sportler an und die gaben ihr Bestes.

Weltrekord aufgestellt

Hendrik Pfeiffer, einer der schnellsten Marathonläufer Deutschlands, ist den Halbmarathon im Anzug gelaufen. "Es war eine absolute Grenzerfahrung, hab mich gefühlt, wie in der heißen Badewanne zu liegen und dabei noch zu schwimmen", sagte der 25-Jährige überglücklich, aber vor allem erleichtert. Seine Zeit 1:12:47. Mit seinem Lauf wollte Pfeiffer auf die Symbiose zwischen Sport und Beruf und die geringe staatliche Förderung des Laufsports aufmerksam machen.

Als schnellster Läufer erreichte Elias Sansar, einer der Favoriten mit 2:26:16 das Ziel. Der 38-Jährige hatte bereits vor zwei Jahren einen Sieg beim Ruhrmarathon errungen. Die schnellste Dame war die 20 Jahre alte Dioni Gorla vom ART-Düsseldorf. Sie lief eine Zeit von 3:00:36.

Kurz vor Schluß vorzeitiger Abbruch

Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende der Veranstaltung zog ein Gewitter mit Starkregen und Hagel über Gelsenkirchen auf. "Aus Sicherheitsgründen haben wir dann den Marathon abgebrochen und die letzten Sportler von der Strecke geholt", sagte ein Sprecher des Veranstalters. Etwa 200 - 300 Läufer wurden mit Shuttle-Bussen abgeholt.

Einige Kreislaufprobleme

Insgesamt meldeten sich 20 Teilnehmer wegen Kreislaufbeschwerden bei den Sanitätern. Das sind ähnlich viele wie im Vorjahr. Viele Sportler nutzten die Duschen und Getränkestände am Rand der Strecke.

Stand: 27.05.2018, 13:59