Ruhr-Uni Bochum telefoniert ins Weltall

Studenten, Lehrer und Schüler nehmen im Hörsaal an einer Videokonferenz mit der ISS teil

Ruhr-Uni Bochum telefoniert ins Weltall

  • Leitung zur Raumstation ISS
  • Kommandant beantwortet Fragen
  • Auch Niederlande, Spanien und Italien dabei

Ein Telefonat mit dem Weltall - das ist auch für die Raumfahrtforscher der Ruhr-Universität Bochum etwas Besonderes. Für rund 250 Schüler, Studenten und Lehrer, die am Dienstag (15.10.2019) mit dabei waren, sowieso. Auch die Niederlande, Spanien und Italien haben an der galaktischen Videokonferenz teilgenommen.

Aus einem Hörsaal der Geisteswissenschaftler wurde Kontakt zum aktuellen Kommandanten der ISS, Luca Parmitano, aufgenommen. Am Dienstagnachmittag schwebt die Raumstation über den USA, wohin sie zunächst ihr Telefonsignal sendete. Die Herstellung der Verbindung war zunächst schwierig, gelang aber trotzdem.

Astronautin Suzanna Randall: Die erste deutsche Frau im All

WDR 2 20.06.2019 03:52 Min. Verfügbar bis 19.06.2020 WDR Online

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Übertragung in vier Länder

Das Signal wurde von den USA in die Niederlande übertragen. In Noordwijk sitzt die Europäische Weltraumorganisation ESA, die dann wiederum nach Bochum übertragen hat, aber auch nach Italien und Spanien.

Astronaut Luca Parmitano (2013)

ISS-Kommandant Luca Parmitano grüßt aus dem All

In allen drei Ländern wurden in den vergangenen Monaten Fragen gesammelt, die an Luca Parmitano gestellt wurden - über den Alltag in der ISS genauso, wie über Klimaveränderungen oder schwarze Löcher. Der Astronaut antwortete so ausführlich, dass statt der vier geplanten Fragen nur zwei für jedes Land in den Zeitplan passten.

Viel Zeit zum Plaudern hat es also nicht gegeben. Die Leitung zur ISS bestand nur für zwanzig Minuten. Warum, erklärte Andreas Rienow vom Geographischen Institut der Ruhr-Uni: "Der Zeitplan für die Astronauten ist unheimlich eng."

Solche Gespräche seien aber unheimlich wichtig, so Rienow. Denn die ISS und auch das an der Ruhr-Universität ansässige European Space Education Resource Office ESERO wollen mehr Öffentlichkeit schaffen für die Weltraumforschung.

"Astro-Alex" Vorreiter

"Alexander Gerst hat in den letzten Jahren viel getan, um die Weltraumfahrt populär zu machen", so Rienow. Der deutsche Astronaut, auch als "Astro-Alex" bekannt, hatte zum Beispiel über Youtube Videobotschaften zum Klimawandel verbreitet oder auch in der Sendung mit der Maus im WDR aus dem All berichtet.

Die nächste Botschaft aus dem All geht nun in den Hörsaal - nach Bochum.

Für uns zurück im All - Kommandant Alexander Gerst Quarks 05.06.2018 44:24 Min. UT DGS Verfügbar bis 05.06.2023 WDR

Stand: 15.10.2019, 16:19