Rettungshunde üben in Abrissgebäuden in Herne

Rettungshunde üben in Abrissgebäuden in Herne

  • Rettungshunde trainieren Suche nach Verletzten
  • Häuser müssen für A43-Ausbau weichen
  • Hundestaffel aus Bochum hilft Feuerwehr und Polizei

Kurz vor ihrem Abriss wurden am Sonntag (05.01.2019) in Herne mehrere Gebäude für eine Rettungshunde-Übung genutzt. In den leerstehenden Wohnhäusern trainierten sie unter anderem die Suche nach Verletzten. Die Häuser werden für den sechsspurigen Ausbau der A43 abgerissen.

Versteckte Personen finden

Während der Übungen mussten 16 Hunde versteckte Personen aufspüren und sich in den fremden Häusern zurechtfinden. Wenn die Gebäude demnächst abgerissen sind, wird noch einmal auf den Trümmern trainiert. Dann geht es darum, dass die Hunde lernen, sich auf ihnen fortzubewegen.

Rettungshunde trainieren in Herner Abrisshäusern

In Herne haben am Sonntag Rettungshunde in alten Wohnhäusern trainiert, die bald abgerissen werden. Die Gebäude müssen für den Ausbau der A43 weichen.

Vier Frauen nebeneinander in orangefarbener Schutzkleidung

Ausgestattet mit Schutzkleidung, machen sich vier Hundeführerinnen auf den Weg, um die Gebäude zum ersten Mal zu begehen.

Ausgestattet mit Schutzkleidung, machen sich vier Hundeführerinnen auf den Weg, um die Gebäude zum ersten Mal zu begehen.

Mithilfe von Babypuder testet die Vorsitzende der Hundestaffel Susann Waydhas, aus welcher Richtung der Wind kommt. Er beeinflusst die Witterung der Tiere.

Trixie ist fünf Monate alt und soll einmal ein Trümmersuchhund werden. Zusammen mit ihrer Hundeführerin Melissa Löwecke geht es für sie nun zur Übung.

Ohne Probleme findet Trixie die Person, die sich in einem der verfallenen Räume versteckt hat.

Wenn die Hunde eine versteckte Person entdeckt haben, bellen sie. Danach gibt es ordentlich Leckerchen.

Die alten Wohnhäuser in Herne stehen bereits seit ein paar Jahren leer. Nun werden sie für den Ausbau der A43 abgerissen.

Auf ersten Abrissresten hinter den leerstehenden Häusern muss Labrador Lillii eine "Verletzte" finden.

Lillii ist acht Jahre alt und bereits seit mehreren Jahren ausgebildeter Rettungshund. Sie war schon häufiger im Einsatz und hat zum Beispiel nach vermissten Personen gesucht.

Die ehrenamtlichen Hundeführer der "Rettungshundestaffel für Feuerwehren NRW" trainieren mit den Hunden in ihrer Freizeit.

Die Tiere gehören einer Rettungshundestaffel an, die ihren Sitz in Bochum hat. Der Verein bietet seine Dienste kostenlos Polizei und Feuerwehren in NRW an. Für ihre Arbeit seien solche Übungsorte extrem wichtig, so die Vorsitzende der Hundestaffel.

Hunde der Bochumer Staffel waren zum Beispiel auf dem ehemaligen Opel-Gelände im Einsatz, als dort bei Bauarbeiten eine Mauer eingestürzt war und drei Arbeiter unter sich begrub. Zwei Männer starben bei dem Unfall.

Abriss startet Mitte Januar

Die leerstehenden, abrissfertigen Häuser in Herne werden für die Übung von Straßen.NRW zur Verfügung gestellt. Der Abriss war ursprünglich schon für Oktober geplant, hatte sich aber verschoben. Nun sollen die Arbeiten am 13. Januar starten.

Stand: 05.01.2020, 16:47

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