Trotz gefährlicher Rettung: Mann ertrinkt in Ruhr

Wittener und Krankenwagenfahrer retten Mann aus Ruhr

Trotz gefährlicher Rettung: Mann ertrinkt in Ruhr

  • Mann wurde treibend in Ruhr entdeckt
  • Passant eilte zur Hilfe
  • Mann konnte nicht gerettet werden

Der Mann, der am Donnerstagmorgen (05.03.2020) treibend in der Ruhr entdeckt wurde, ist seinen lebensbedrohlichen Verletztungen erlegen. Das teilte die Stadt Witten am Nachmittag mit.

Zuvor hatte Edmund Surwehme aus Witten versucht den Mann zu retten. Er hatte ihn bei der Überquerung der Ruhrbrücke in Witten-Herbede im Wasser treibenden gesehen. Sofort rannte er zum Ufer, zog sich aus und sprang ins Wasser.

Gefährliche Rettung

Eine gefährliche Aktion, denn die Ruhr hat derzeit extremes Hochwasser. Andere Autofahrer riefen währendessen die Feuerwehr.

Durch Zufall kam auch ein Krankenwagen an der Stelle vorbei. Einer der Rettungskräfte kam Surwehme direkt zur Hilfe und sprang ebenfalls ins Wasser. "Es war auch zu zweit schwierig, den Mann aus der Strömung zu retten", sagt Surwehme.

Dennoch können sie den Mann sicher ans Ufer bringen - noch vor dem Eintreffen des Wasserrettungszuges. Der Wittener sagt selbst "Ohne Hilfe hätte ich das nicht so geschafft".

Die Hilfe kam zu spät

Edmund Surwehme betont, dass das für jemanden, der keine jahrelange Schwimmerfahrung hat, sehr gefährlich und nicht so einfach möglich gewesen wäre. Er habe so reagiert, weil er abgewogen habe und ein sicherer und erfahrener Schwimmer sei.

Der Verunglückte wurde direkt von den Einsatzkräften behandelt und ins Krankenhaus gebracht, wo er kurz darauf starb. Und auch wenn für den Mann die Hilfe zu spät kam, lobt ein Feuerwehrsprecher das selbstlose Verhalten von Surwehme.

Stand: 05.03.2020, 14:35

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