"Rettet den Kleinbecker Park"

Blick in den Kleinbecker Park

"Rettet den Kleinbecker Park"

  • 100 Bäume oder 33 Wohnungen?
  • Menschenkette und Bürgerantrag
  • Klimanotstand in Lünen

"Der Kleinbecker Park gehört zu Horstmar – wir lassen uns den Park nicht nehmen" – unter diesem Motto machen sich zahlreiche Bürger, Vertreter von Vereinen und anderen Gruppen in Lünen für den Erhalt des Kleinbecker Parks stark. Das Wäldchen soll einer Wohnanlage weichen.

Menschenkette und Bürgerantrag

Am Samstag (24.08.2019) gab es eine Menschenkette gegen die Rodung . Am Montag (26.08.2019) sollen rund 2.000 Unterschriften und ein Bürgerantrag an Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns überreicht werden.

100 Bäume oder 33 Wohnungen

Die Wohnungsbaugesellschaft Lünen (WBG) möchte auf dem Parkgelände 33 Wohneinheiten errichten. "Erhaltenswerte Bäume" sollen bleiben, doch ein Großteil sei alt und morsch. Das bestreitet die Bürgerinitiative. Vertreter von NABU und Baumexperten hätten den über 100 Bäumen beste Gesundheit attestiert.

Klimanotstand ausgerufen

Außerdem sei die politische Entscheidung laut BI "grober Unfug", weil die Stadt kurz zuvor den Klimanotstand ausgerufen hätte. Das bedeute, dass die Politik nun bei jeder Entscheidung den Klimaschutz berücksichtigen wolle.

Blick in den Kleinbecker Park

Die Rodung des Waldes sei da aber "wenig glaubwürdig" kritisierte Johannes Hofnagel, Gemeinsam-für-Lünen (GFL) Fraktionsvorsitzender und Sprecher der BI. Die Rodung des Kleinbecker Parks für Wohnbebauung verstoße klar gegen den Geist des Klima-Grundsatzbeschlusses.

Historische Grünanlage

Der Kleinbecker Park gilt als historische Grünanlage. Der kleine Wald mit seinen rund 100 Bäumen steht seit fast 50 Jahren mitten im Zentrum von Lünen-Horstmar und wird von vielen Bürgern als Naherholungsgebiet genutzt. Wegen seiner wertvollen Stieleichen gilt er als ökologisches Kleinod.

Stand: 26.08.2019, 11:55