Bochumer Rentner hatte scharfe Waffe

Ein Polizist hält seine Dienstwaffe vor sein Bein

Bochumer Rentner hatte scharfe Waffe

  • Mann war mit scharfer Waffe auf Friedhof unterwegs
  • Polizisten fühlten sich bedroht
  • Rentner stirbt an schweren Schussverletzungen
  • Zweiter Fall in fünf Monaten

Die Waffe, mit der ein 77-jähriger Bochumer Polizisten bedroht haben soll, war ein geladenes Gewehr. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Bochum am Dienstag (23.04.2019) mit. Die Polizei hatte Schüsse auf den Mann abgegeben, an denen er später starb.

Die Beamten waren am Donnerstag (18.04.2019) zu einem Friedhof in Bochum gerufen worden. Ein Zeuge hatte dort einen Mann mit einer Waffe beobachtet. Durch das Gewehr sollen sich die Beamten bedroht gefühlt haben. Daraufhin schossen sie auf den 77-Jährigen.

Mann erlag seinen Verletzungen

Schwer verletzt wurde der Mann in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort erlag er zwei Tage später seinen schweren Verletzungen. Jetzt soll ein toxikologisches Gutachten klären, ob der Mann zum Beispiel unter Drogen oder Medikamenten gestanden hatte.

Zweiter Fall in fünf Monaten

Aus Neutralitätsgründen hat die Essener Polizei die Ermittlungen übernommen. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von fünf Monaten, dass in Bochum ein Rentner durch Polizeikugeln ums Leben kommt. Im Dezember (16.12.2018) hatten Beamte auf einen 74-Jährigen geschossen, nachdem er einen waffenähnlichen Gegenstand gezogen hatte.

Stand: 23.04.2019, 07:02