Viele Fragen nach Reizgas-Alarm in Essener Kino

Reizgas

Viele Fragen nach Reizgas-Alarm in Essener Kino

Am Wochenende wurde bei einem Streit in einem Essener Kinosaal Reizgas versprüht. 17 Menschen wurden verletzt. Das Kino musste geräumt werden.

Dieser Kinobesuch in Essen dürfte so manchen in Erinnerung bleiben: Ein Streit zwischen einem 25-Jährigen und einer Gruppe von Jugendlichen während der Filmvorführung war so eskaliert, dass am Ende Reizgas versprüht wurde. Daraufhin mussten alle Besucher den Kinosaal zügig verlassen - schließlich wurde sogar das komplette Kinogebäude geräumt.

Mehrere Personen im Krankenhaus

Die Polizei schildert den Vorfall nach Zeugenvernehmungen wie folgt: Die Gruppe von Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren hatte den 25-Jährigen nach einer verbalen Auseinandersetzung offenbar körperlich attackiert. Daraufhin soll der 25-Jährige das Reizgas hervorgeholt und dieses auch versprüht haben.

Insgesamt wurden 17 Menschen durch das Reizgas verletzt, darunter auch der 25-Jährige. Sie wurden durch die Rettungskräfte vor Ort medizinisch versorgt. Der 25-Jährige wurde - ebenso wie auch drei weitere Personen mit größeren Reizungen - ins Krankenhaus gebracht.

War Reizgas erlaubt?

Nun beschäftigen die Polizei noch mehrere Fragen: Durfte der 25-Jährige das Reizgas mit sich führen? Verwendete er ein Reizgassprühgerät, das unter das Waffengesetz fällt? Grundsätzlich sei das Mitführen von bestimmten Reizgasen bei öffentlichen Veranstaltungen nicht erlaubt, so ein Polizeisprecher am Montag. Das Spray aus dem Kino wurde darum sichergestellt.

Auch der Verlauf des Streits in dem Kinosaal und mögliche Schuldfragen sollen geklärt werden. Aktuell ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 25-Jährigen sowie gegen fünf Jugendliche.

Stand: 15.11.2021, 11:32

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