Hagener Referendarin bei Stratosphärenflügen an Bord

Hagener Referendarin bei Stratosphärenflügen an Bord

  • Programm nimmt Lehrer auf Forschungsflüge mit
  • Untersucht wird die Entstehung der Sterne und Galaxien
  • Schüler für Physik begeistern

Dank eines Lehrerprogramms durfte Jennifer Kudla, Referendarin am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen, Ende Oktober 2018 bei Forschungsflügen in der Stratosphäre dabei sein. Dafür ist sie zusammen mit drei anderen Lehrern aus Deutschland nach Palmdale in Kalifornien gereist.

Zwei Nachtflüge

Zwei je zehnstündige Nachtflüge starteten vom NASA-Gelände. An Bord des "Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie" (SOFIA) hat sie die Arbeit der führenden internationalen Wissenschaftler hautnah erlebt. "Die Gespräche mit den Forschern waren das Beste an der ganzen Reise. Das sind unfassbar schlaue Leute, die ihr Wissen weitergeben wollen", erzählt die 26-Jährige.

Das fliegende Teleskop

SOFIA ist eine modifizierte Boeing 747SP, in deren Rumpf ein in Deutschland entwickeltes und gebautes Infrarot-Teleskop integriert ist. Das Flugzeug-Observatorium ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Die "fliegende Sternwarte" untersucht kosmische Objekte im Infrarotbereich. Sie sucht vor allem nach Antworten auf die Fragen nach der Entstehung des Universums. Die gewonnenen Erkenntnisse geben zudem Hinweise darauf, ob es außerirdisches Leben gibt.  

Nachwuchs fördern

Das Lehrer-Mitflugprogramm wurde initiiert, um die moderne Wissenschaft auch in das Klassenzimmer zu bringen und den Lehrern Anregungen für den Unterricht zu geben. Auch Jennifer Kudla möchte ihre Eindrücke teilen und besonders bei ihren Schülerinnen das Interesse für Physik und Astronomie wecken.

"Man kann so viel der Klasse erzählen. Man hat Fotos, die man zeigen kann, man kann auch verschiedene Berufsbilder vorstellen. Denn es gibt viel mehr als einfach nur Physiker."

Stand: 05.12.2018, 08:12