Rechtsterror: Hammer Polizei räumt Versäumnisse ein

Polizeipräsidium Hamm in der Grünstraße

Rechtsterror: Hammer Polizei räumt Versäumnisse ein

  • Rechtsextreme Symbole bei Terrorverdächtigem
  • Verwaltungsbeamter sofort suspendiert
  • Hausverbot für alle Räume der Polizei Hamm
  • Lückenlose Aufklärung versprochen

Ehemalige Kollegen eines mutmaßlichen Rechtsterroristen bei der Polizei räumen Versäumnisse ein. Das Polizeipräsidium sagt, dass es Anzeichen für rechtsextremes Gedankengut bei dem Verdächtigen gab.

In einer Stellungnahme der Polizei vom Mittwoch (19.02.2020) heißt es, es sei bekannt gewesen, dass der 50-Jährige Thorsten W. verdächtige Symbole nutzte, die auf eine rechtsextreme Einstellung hindeuten. Zum Beispiel seien Fahnen, Embleme und die Schreibweise seines Namens aufgefallen.

Anzeichen nicht ausreichend geprüft

Außenschild vom Verkehrskommissariat Hamm

Der Arbeitsplatz des suspendierten Verwaltungsbeamten

Diese einzelnen Mosaiksteine, die auf rechtsextremes Gedankengut hindeuten, habe man nicht ausreichend geprüft. Die Polizei Hamm sagt, sie hätte das schneller in Zusammenhang bringen können und so früher ein Disziplinarverfahren einleiten können.

Als am Freitag (14.02.2020) herauskam, dass der Verwaltungsbeamte zu einer rechtsextremistschen Terror-Gruppe gehören soll, wurde er sofort suspendiert. Der Verwaltungsbeamte aus der Direktion Verkehr hat außerdem Hausverbot für alle Räume der Polizei.

Ablehnung jeder Art von Extremismus

In der Stellungnahme versicherte die Hammer Polizei, dass fremdenfeindliche und diskriminierende Weltanschauungen und Ideologien keinen Platz bei ihnen haben. Außerdem lehnen sie jede Art von Extremismus ab.

Die Polizei versprach eine lückenlose Aufklärung.

Stand: 20.02.2020, 07:34